Profitiert Deutschland wirklich von der Nullzinspolitik?

Immer wieder wird in unseren Medien verbreitet, Deutschland sei der große Nutznießer der Billiggeldschwemme. Begründet wird dieser Unsinn mit einer albernen Milchmädchenrechnung: Demnach mussten die Banken und Privathaushalte in den letzten zehn Jahren Zinsverluste in Höhe von 237 Milliarden Euro verkraften, während Unternehmen und öffentliche Haushalte 350 Milliarden Euro an Zinsen sparten. Aus dieser Bilanz wird dann ein positives Saldo ("ein Gewinn") von 113 Milliarden Euro abgeleitet.

Doch wie primitiv und sinnentstellend ist eine solche Aufrechnung?
Denn …
1. Billigzinsen wirken wie eine Gift, das die soziale Marktwirtschaft abtötet. Allein dieser wirtschaftliche Systemwechsel hatte einen Negativeffekt von mehreren hundert Milliarden Euro (die genaue Summe lässt sich natürlich nicht berechnen).
2. Viele Bürger verloren das Vertrauen in den Staat, weil eherne Grundsätze und Moralvorstellungen keine Gültigkeit mehr hatten. Sparer wurden und werden immer noch schleichend enteignet, eine seriöse private Alterssicherung (auch Pensionsfonds und Lebensversicherungen sind betroffen) ist nicht mehr möglich. Der Schaden? Ist unbezifferbar, dürfte in die Billionen gehen.
3. Was hat die deutsche Normalbürger davon, wenn Konzerne Milliardensummen an Zinsen sparen? Das eingesparte Geld fließt meist in die Taschen ausländischer Aktionäre. Wegen des globalen Lohndumpings werden deutsche Arbeitnehmer vom Zins-Geldsegen selten profitieren. Im Gegenteil: Er führt dazu, dass der Monopolisierungstrend und das Outsourcing weiter voranschreitet.
4. Auch die Zinseinsparungen der öffentlichen Haushalte bringen weit mehr Nachteile als Nutzen. Denn der manipulative Geldsegen verführt zum Geldausgeben, befeuert die Anbiederung über Wahlgeschenke.
Bei leeren Staatskassen wäre es 2015 zur unheilvollen Asylpolitik vermutlich gar nicht erst gekommen (Merkel: "Jeder hat das Recht, in Deutschland Asyl zu beantragen").
Und die großzügigen Umverteilungen zugunsten auserlesener Wählergruppen (mehr, Kindergeld, höhere Sozialhilfen, Baukindergeld, kostenlose Kitas usw.), die im Ausland große Begehrlichkeiten wecken, wären dann auch nicht erfolgt.
5. Sowieso gilt: Genau abgerechnet werden kann erst nach Beendigung der Billiggeldschwemme. Bisher weiß anscheinend kein Politiker, wie man aus der Nummer wieder herauskommt. Stimmen die Prophezeiungen, werden sich private Vermögenswerte nach dem sich anbahnenden Crash im Schnitt halbieren. Manche Experten erwarten dann eine Arbeitslosenquote von 20 %.

Globalisierung, Nullzinspolitik: Wie aufrichtig ist "Der Spiegel"?

Ist "Der Spiegel" an einer neutralen Berichterstattung interessiert? Geht es dem SPIEGEL um Aufklärung? Bezüglich der letzten SPIEGEL-Titelstory über die Billiggeldschwemme habe ich da so meine Zweifel.

In Heft 46 vom 9. 11. 2019 titelt der SPIEGEL "Wenn Sparen arm macht". Zunächst einmal: Es ist natürlich erfreulich, wenn ein so einflussreiches Nachrichtenmagazin wie der SPIEGEL ein so wichtiges Thema aufgreift und ausführlich auf 13 Seiten ausbreitet. Denn die Auswirkungen der Billiggeldschwemme werden uns allen noch schwer zu schaffen machen. Ganz nach Spiegelart werden in dem Artikel einige Fallbeispiele dargelegt, die die unterschiedlichen Ansichten veranschaulichen. Ein solches Prozedere hat leider den Nachteil, dass der überforderte Leser ob der vielen Widersprüche am Ende recht verwirrt dreinschaut und oft genauso schlau ist wie zuvor. Zumindest was das Fazit betrifft.

Mein nachfolgender Leserbrief sollte diese Mängel ausgleichen, Orientierungshilfe leisten und verdrängte Schlussfolgerungen offenlegen. Aber dem SPIEGEL waren diese wenigen Zeilen der Aufklärung und Stellungnahme offenbar schon zuviel.

Der Stein des Anstoßes: Mein unveröffentlichter Leserbrief …

Leserbrief zur Titelstory aus Heft 46 "Der normale Wahnsinn"

Punkt 1: Das globale Lohn-, Steuer-, Öko- und Zolldumping mündete in einer Billiggeldschwemme. Zur Wiederherstellung von Recht und Moral bedarf es einer allgemeinen, schrittweisen Zollanhebung. Nur so können Welthandel und Finanzsystem genesen und Staaten ihre verlorene Handlungsfähigkeit zurückerlangen.

Punkt 2: Man mache sich nichts vor: Wegen der Globalisierung gibt es keine sicheren Anlageformen mehr. Alles ist heute hoch spekulativ! Auch Aktienkurse unterliegen der Willkür internationaler Abkommen und staatlicher Entscheidungen. Der seit Jahrzehnten anhaltende Aktienboom ist Folge einer weltweiten konzernfreundlichen Politik, die aus Angst vor einem globalen Kollaps und zur Rettung der Pensionskassen betrieben wird.

Manfred Julius Müller, Flensburg

Mir ist vollkommen klar: "Der Spiegel" kann aus der Zuschriftenflut nur eine kleine Auswahl veröffentlichen. Aber bei der Sichtung geht es am Ende um die Relevanz im Interesse der Leserschaft. So dachte ich wenigstens und so sollte es doch eigentlich auch sein.

War meine unverblümte Warnung vor der anschwellenden Aktienblase am Ende nicht genehm? Darf keiner wissen, warum eine konzernfreundliche Politik betrieben wird und wieso es in den letzten Jahrzehnten einen derartigen Aktienboom gab? Darf das System nicht entlarvt werden?

Oder passte den Spiegelleuten etwa nicht die Enttarnung der eigentlichen Ursache der Billiggeldschwemme? Soll die Bevölkerung nicht merken, dass die hochbrisante Nullzinspolitik eine Folge des globalen Zollabbaus, also der hysterisch betriebenen Zollphobie ist? Sollen Spiegelleser davon abgehalten werden, über diese Zusammenhänge nachzudenken? Denn dass "Der Spiegel" in Sachen Globalisierung nicht unbefangen ist und recht einseitig gegen Zölle wettert, fällt immer wieder auf.

PS1: Ich lese bereits seit 40 Jahren regelmäßig den Spiegel. Die hohe Meinung, die ich einst von diesem Nachrichtenmagazin hatte, bröckelt zusehends.
Übrigens veröffentlichte "Der Spiegel" zu seiner Titelgeschichte in der nachfolgenden Ausgabe sieben Leserbriefe. In diesen Statements wurde die Billiggeldschwemme überwiegend verharmlost ("Wo ist das Problem"). Ein Leser resümierte, nach einer Stunde Lesezeit nicht klüger gewesen zu sein als zuvor (er wusste immer noch nicht, wie er sein Geld retten könnte). Dabei warb "Der Spiegel" auf der Titelseite mit dem Hinweis "Was man jetzt tun muss für sein Geld".

PS2: Es mutet schon etwas bizarr an, wenn im Heft 46/2019 auf Seite 95 eine ganzseitige Werbung für den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Fernsehjournalismus auftaucht. Mit der alles prägenden Botschaft "Einen guten Journalisten erkennt man daran, daß er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache." Es wäre schön, wenn auch Spiegel-Redakteure sich diesem Friedrichs-Zitat verpflichtet fühlen würden.


Massenarbeitslosigkeit trotz Billiggeldschwemme!

Die extrem lockere EZB-Geldpolitik darf man wohl getrost als das größte und riskanteste Konjunkturprogramm der Nachkiregsgeschichte bezeichnen. In einem derart aufgeheizten Markt sinkende Arbeitslosenzahlen als Erfolg zu vermarkten, ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten.
Bei der medialen Selbstbeweihräucherung werden oft Vergleiche gezogen mit dem historisch einmaligen Höchststand von 2004/2005, als durch die Umstellung auf die Agenda 2010 die ausgeklügelte Bilanzkosmetik noch nicht funktionierte. Doch trotz aller Verschleierungskünste: Selbst die monatlich triumphierend vermeldeten offiziellen Erwerbslosenzahlen sind immer noch
zehnmal höher als Anfang der 1960er Jahre. Zum heuchlerischen Jubel besteht also keinerlei Anlass! Zumal es die vielen Millionen prekären Beschäftigungsverhältnisse damals auch nicht gab.

Fakt ist: Eine Billiggeldschwemme erzeugt lediglich eine Scheinblüte. Investitionen werden vorgezogen, bei anziehenden Zinsen aber bricht das konjunkturelle Kartenhaus in sich zusammen. Politiker, die bei diesem verantwortungslosen Vabanquespiel auch noch die Dreistigkeit besitzen, mit vermeintlich guten Arbeitsmarktdaten herumzuprahlen, sollten sich schämen.

Sind EU und Weltwirtschaft nur über eine Billiggeldschwemme zu retten?

Eine Billiggeldschwemme ist gewissermaßen das letzte Aufgebot, um eine Volkswirtschaft vor dem drohenden Zusammenbruch zu retten. Die Zentralbanken verleihen dabei Geld (welches sie in unbegrenzter Menge per Knopfdruck generieren können) zu einem lächerlichen Leitzins an private Geldinstitute. Dieser riskante Vorgang sorgt für eine vorübergehende Belebung der Wirtschaft. Aber wie lange kann dieser Trick funktionieren und wie kommt man aus dieser Nummer wieder heraus? 

Anfang der 1920er Jahre führte die staatliche Geldschwemme zu einer Hyperinflation!
Im Grunde ist die Billiggeldschwemme nichts anderes als das ehemalige Anschmeißen der Notenpresse, mit der die Regierung der Weimarer Republik nach dem 1. Weltkrieg ihre Haut retten wollte. Der Unterschied zu heute: Bei den weltweit verflochtenen Finanzmärkten blickt keiner mehr so richtig durch (der Bürger bekommt die Geldschwemme nicht direkt zu spüren). Dies gilt umso mehr, wenn sich (wie im Euroraum) unterschiedlich starke Nationalstaaten zu einem Währungsverbund zusammengeschlossen haben.

Die Geldflutung über die Zentralbanken.
Seit Jahren nun hält die EZB den Leitzins bei 0 %. Sie begründet diesen Wahnsinn mit der niedrigen Inflationsrate im Euroraum, die nach amtlicher Bemessung bei rund 1,5 % liegt. Aber wieso erfasst der Leitzins dann nicht einmal diese ausgewiesene Inflationsrate? Neben der Inflationsrate müsste auch noch ein Bearbeitungs- und Risikoaufschlag von ca. 2 % berücksichtigt werden, so dass der Leitzins dann bei 3,5 % liegen würde.

Wie seriös ist die amtliche Berechnungsgrundlage überhaupt?
Und eine andere Frage stellt sich! Warum ist die Inflationsrate so niedrig, wo doch die EZB nach Herzenslust neues Geld generieren darf? Liegt es womöglich daran, dass heute entscheidende Kapitalanlagemöglichkeiten bei der Inflationsberechnung ausgeklammert werden?
Die Wertentwicklung zum Beispiel bei Aktien, Gold und Immobilien erwies sich insgesamt als äußerst inflationär - sie bleibt aber unberücksichtigt. Früher spielten diese Investments eine geringere Rolle, denn der Geldkreislauf war ein ganz anderer (Geld wurde schnell in Umlauf gebracht und weniger gehortet). In Zeiten der wundersamen Geldvermehrung verliert die Realwirtschaft an Bedeutung. Immer mehr Kapital fließt in spekulative Anlageformen. Rund um den Erdball, so dass vieles im Dunkeln bleibt.

Containervermietung als Kapitalanlage
Als Beispiel möchte ich, da gerade aktuell, das Debakel mit dem Containerhandel anführen. 50.000 Anleger investierten in den Kauf von Schiffscontainern, die dann über eine Vertriebsfirma zu einem Garantiepreis angemietet wurden (mit dem Versprechen, die Container später einmal wieder zurückzukaufen). Vermutlich sind jetzt alle Investoren ihr Geld los, eventuell müssen sie sogar noch für weitere Risiken, Lagerkosten und Schäden haften.
Ohne Billiggeldschwemme wäre dieses Anlageprodukt kaum denkbar gewesen. Warum sollte sich Otto Normalbürger auf riskante Manöver einlassen, wenn Banken das Kapital angemessen verzinsen?

Die EZB hat also (nach meinem Dafürhalten) die Milliardenverluste der Anleger (und nicht nur dieser) provoziert. Die Containervermietung funktionierte auch deshalb so gut, weil über Jahrzehnte hinweg die Risiken des Deals nicht ordentlich angezeigt wurden. Erst in den Prospekten 2016 und 2017 tauchten Warnhinweise auf, die dann vermutlich dazu führten, dass nicht mehr genug Neukunden für das Containerinvestment angeworben werden konnten und das Geschäftsmodell wie ein Schneeballsystem in sich zusammenbrach.
Was die Unwissenheit betrifft sehe ich durchaus eine Parallele mit der Geldpolitik der EZB (und anderer Zentralbanken). Würde die Bevölkerung ahnen, was da alles im Hintergrund so abläuft, würde (meiner unmaßgeblichen Meinung nach) auch dieses System kollabieren.

Leidtragende und Nutznießer der Billiggeldschwemme...
Leidtragende sind zunächst einmal die Sparer, die schleichend enteignet werden, ebenso natürlich die Besitzer einer Lebensversicherung und alle, die dem Ruf nach einer privaten Altersvorsorge gefolgt sind.
Geschädigt wird durch die Billiggeldschwemme aber vor allem die Volkswirtschaft (die gesamte Bevölkerung muss also darunter leiden), da geliehenes Geld keinen fairen Preis mehr hat! Was wiederum zu falschen Investitionsanreizen führt (und damit das langfristige Produktivitätswachstum und die Lohnentwicklung hemmt)!

Der Sparer blutet - und Vater Staat spart zigmilliarden Euro im Jahr an Zinszahlungen!
Nutznießer sind vor allem Politiker, da sie dem Volk in ihrer Amtszeit eine blühende Wirtschaft vorgaukeln können (sich im Erfolg sonnen dürfen). Zudem können sie durch den Zinstrick einen ausgeglichen Haushalt präsentieren, da sie für die hohen Staats- und Landesschulden nur noch geringe Zinsen aufwenden müssen.
Mit den eingesparten Milliardensummen können dann Wähler mit teuren Leistungsgesetzen (zum Beispiel dem Baukindergeld und höheren Sozialhilfen) geködert werden, während die gebeutelten Sparer bei all dem Kuddelmuddel kaum ausmachen können, wer für das Debakel (ihre schleichende Enteignung) verantwortlich ist.

"Auch die Häuslebauer profitieren von den niedrigen Hypothekenzinsen …"
Ja gewiss! Aber auch dieser Aspekt hat seine Schattenseiten. Denn der Billigzins führte zu einem Immobilienboom - die Häuserpreise schossen nach oben. Wenn jedoch die Zinsen wieder ansteigen, ist mit einer Trendwende zu rechnen. Niemand weiß, wie weit die Preise dann fallen werden.
Die volkswirtschaftlichen Auswirkungen der irre niedrigen Hypothekenzinsen sind indes weitreichender. Der Bauboom lockte massenhaft ausländische Bauhelfer und Handwerker ins Land. Bei anziehenden Zinsen kommt es zwangsläufig zu einer dramatischen Verschlechterung der Auftragslage. Vater Staat wird dann zigtausende ausländische Arbeitslosenfamilien jahrzehntelang über das Sozialsystem versorgen müssen.
Zudem verführten die Niedrigzinsen zum Bau von überdimensionierten Luxuswohnen, die sich Normalverdiener vor allem in den Großstädten kaum leisten können. Das treibt den Verdrängungsprozess, die Wohnungsknappheit, verstärkt den zeitraubenden, umweltbelastenden Pendelverkehr.

Die Aktienmärkte werden gepuscht!
Wenn Festgelder keine Renditen abwerfen, flüchten vor allem Großinvestoren in die Aktienmärkte. Davon profitieren dann die Aktienkonzerne (mit Ausnahme der Banken), deren Börsenwert steigt und die damit noch kapitalkräftiger und mächtiger werden.
Doch die Sache hat einen Haken: Heben die Zentralbanken die Leitzinsen wieder an, drohen an der Börse starke Kursverluste, die wiederum zu einer starken Konjunktureintrübung führen können. Regierungen/Zentralbanken sind somit Gefangene ihrer eigenen (unverantwortlichen) Geldpolitik.

Der Aufkauf von Staatsanleihen...
Wenn die Moral völlig am Boden liegt, schreckt die EZB offenbar auch nicht mehr davor zurück, die Staatsanleihen maroder Staaten aufzukaufen (damit auch sie in den Genuss marktverfälschender, spottbilliger Zinsen kommen).
Hat man unserer Bevölkerung nicht einst hoch und heilig versichert, dass solche Machenschaften ausgeschlossen sind? Und hat man nicht vor Inkrafttreten des Euro eine oberste Staatsverschuldungsgrenze (60 % des BIP) für Euro-Staaten festgelegt? Aber muss sich die EZB oder die EU an eigene Vorgaben und Versprechen halten?
Mit dem Aufkauf von Staatsanleihen hat man meines Erachtens nicht nur die Eurozone zu einer Transferunion umgestaltet, sondern auch eine Art perpetuum mobile erfunden. Der Staat finanziert sich selbst über den Aufkauf seiner eigenen Schuldendienste (also über die Druckerpresse). Wozu braucht man da eigentlich noch Steuereinnahmen? Wann gibt es endlich Freibier für alle?

Das Vertrauen in die Währung ist das wichtigste Gut!
Das System der Billiggeldschwemme funktioniert, solange der einfache Bürger das Vertrauen in die Währung nicht verliert. Schon der kleinste Anlass zur Panik kann zu einem Dominoeffekt führen. Ich habe oft den Verdacht, dass die Billiggeldschwemme nur "erfunden" wurde, um das chaotische europäische und globale Zollfreihandelssystem über die Zeit zu retten.

PS: Der Inflationsanstieg Anfang der 1920er Jahre im Deutschen Reich: 1920 ca. 200 %, 1921 ca. 50 %, 1922 ca. 3000 %, 1923 ca. 100.000.000.000 %. Ergo: Die Inflationsrate verlief keineswegs geradlinig ansteigend, wie allgemein angenommen. 1921 hoffte man noch, sie in den Griff bekommen zu können. Nach der Währungsreform im Januar 1924 kostete ein Brot, wofür im Dezember 1923 noch 400 Milliarden Reichsmark verlangt worden waren, dann 0,30 Rentenmark.

Nachtrag, 26. Juli 1019:
Die EZB will noch mehr Geld in der Markt pumpen und die Negativzinsen weiter anheben.
Weil die schwächelnde Wirtschaft in der Eurozone sich trotz Billiggeldschwemme weiter eintrübt, erwägt die EZB, noch mehr Staatsanleihen überschuldeter Mitgliedsländer aufzukaufen. Außerdem sollen den Geschäftsbanken höhere Negativzinsen aufgebrummt werden, falls diese Gelder bei der EZB parken.
Was bedeutet das?

1. Sparern droht die Berechnung von Minuszinsen!
Wer meinte, mit der Nullzinspolitik sei das Ende der Fahnenstange erreicht und die schleichende Enteignung der Bevölkerung nicht mehr zu toppen, wird eines Besseren belehrt.
Man kann tatsächlich die Geldpolitik noch weiter pervertieren!
Ganz einfach - indem Sparern Strafzinsen abgebucht werden! Mit niedrigen Sätzen unterhalb von einem Prozent wird man anfangen, um die Bevölkerung auf die neue Lage einzustimmen. Aber das Strafzins-Programm wäre voll ausbaufähig, man könnte dem Sparer irgendwann pro Jahr auch fünf, zehn oder fünfzehn Prozent Strafzins berechnen.

Die Folgen wären:
a) Viele Sparer würden ihr Geld nicht mehr auf die Bank bringen, sondern zuhause bunkern. Dadurch würden Einbruchdiebstähle zunehmen. Zudem droht der Totalverlust des Geldes durch Brand- und Wasserschäden.
b) Viele Menschen würden die private Altersvorsorge aufgeben. Weil sie nicht wissen, was von ihrem sauer verdienten Geld am Ende übrig bleibt.
c) Andere Leidtragende würden versuchen, ihr Geld über spekulative Anlagen zu retten (Aktien, Immobilien usw.).
d) Manche Sparer werden auf die Idee kommen, ihr Geld in andere Währungen umzutauschen (zum Beispiel in Dollar, Schweizer Franken, Britisches Pfund usw.). Auch das würde der Eurozone nicht gut bekommen. Aber die EU könnte den Besitz von Fremdwährungen im Euroraum natürlich verbieten oder einschränken. Was Verbote betrifft, war die EU schon immer sehr erfinderisch.
e) Es würde generell weniger gespart, weniger für schlechte Zeiten zurückgelegt und vermehrt im Hier und Jetzt gelebt. Es käme also zu einem ökologisch und ökonomisch wenig sinnvollem Konsumrausch, zu einer Art Endzeitstimmung.
f) Weil weniger Leute Rücklagen bilden, muss das Sozialamt häufiger einspringen.
Immer mehr Menschen werden erkennen, dass
Leistung nicht mehr lohnt und es viel gesünder und bequemer ist, sich vom Sozialstaat aushalten zu lassen (so wie es viele Gäste aus dem Ausland bereits vorexerzieren).

2. Kleinunternehmen und mittelständische Betriebe haben es noch schwerer!
Denn im Gegensatz zu den Konzernen können sich kleinere Unternehmen nicht mit Billigstkrediten eindecken, investieren, expandieren oder unliebsame Konkurrenten aufkaufen. Der Mittelstand kann froh sein, wenn er wegen der verschlechterten Geschäftslage überhaupt noch an Kredite herankommt (zu erheblich höheren Zinsen).

3. Sie Spekulation wird weiter angeheizt!
Die Flucht in die Aktienmärkte und in das Betongold treibt nicht nur die Spekulation an, sie verzerrt auch das Marktgeschehen. Weil zu viel Geld dorthin fließt, wo es gar nicht gebraucht wird. Und wie wir alle aus bitterer Erfahrung wissen: Spekulationsblasen enden meistens mit einem lauten Knall - sie sind die Vorboten gigantischer Weltwirtschaftskrisen.

4. Auch Banken werden in die Spekulation gedrängt …
Je höher die EZB-Strafzinsen für Banken, desto größer die Gefahr, dass Geldinstitute mit überschüssigem Geld in Aktien- oder Immobilienfonds flüchten. Somit wird auch auf dieser Ebene die Blasenbildung angefacht.

5. Wenn die Immobilienpreise anziehen, steigen auch die Mieten!
Die Mieten sind dann für Normalverdiener kaum noch aufzubringen. Schon aus diesem Grund werden viele Erwerbstätige merken: Wohl dem, der von Hartz IV lebt und sich auf eine umfassende staatliche Vollkaskoabsicherung verlassen kann.

Keine Kapitalanlage ist mehr sicher!
Der Wert des Bargelds kann bei einem Stimmungsumschwung (wenn das Vertrauen in den Euro kippt und dadurch die Inflation zu Galoppieren beginnt) rasch schwinden. Aktien und Immobilien sind als Wertanlage kaum weniger sicher. Wir haben in Europa im neuen Jahrtausend bereits mehrfach erlebt, wie Aktien- und Immobilienmärkte urplötzlich kollabierten. Das letzte Mal wurde über die Billiggeldschwemme eine künstliche Regeneration erzwungen. Aber wenn diese Gelddroge nicht mehr erhöht werden kann? Weil man bereits bei Negativzinsen angekommen ist und eine weitere Geldmengenerhöhung das Inflationsrisiko befeuern würde? Den nächsten Aktiencrash wird man jedenfalls nicht mit einer neuerlichen Billiggeldschwemme überspielen können.

Was macht Aktienfonds so unsicher?
a) Einbrechende Gewinne! Gerät die Weltwirtschaft in eine Schieflage, sinken die Renditen. Da sich Aktienkurse an Renditen und Gewinnerwartungen orientieren, sind Kursstürze auf breiter Front jederzeit möglich.
b) Die derzeit gute Verfassung der Aktienmärkte ist auch Folge der Nullzinspolitik. Wenn normale Staats- und Geldanleihen Verluste bescheren, erhöht sich die Attraktivität des Aktieninvestments. Kommt es aber dann zu einer Zinswende, endet der Aktienhype.
c) Jedes Investment ist allein schon aus politischen Gründen unsicher. Würden Regierungen zum Beispiel Konzernen endlich eine längst überfällige Mindestertrags- und Filialsteuer abverlangen, würden viele Aktienkurse einbrechen. Wie sehr politische Entscheidungen Aktienkurse beeinflussen, zeigt in Deutschland der Kursverlauf der Banken und Versorger (Deutsche Bank, Commerzbank, EON, RWE). Politische Maßnahmen sind aber im Voraus kaum kalkulierbar, zumal wenn die EU mitregiert.
Den darbenden deutschen Sparern wird immer wieder dringend empfohlen, angesichts anhaltender Negativzinsen vermehrt in Aktienfonds zu wechseln. Ich halte solche Ratschläge für heikel, wenn nicht gar verantwortungslos.

Die Euro-Billiggeldschwemme funktioniert nur mit Deutschland als sicherem Anker!
Was wäre der Euro ohne Deutschland? Nur das schier grenzenlose Vertrauen in die Kraft der deutschen Volkswirtschaft hält den Multikulti-Euro am Leben und die Inflationsrate in Grenzen. Anleger wissen, dass Deutschland als Stützpfeiler der Transferunion am Ende für alles haften muss. Deshalb kann Deutschland auch nicht einfach aus dem Euro wieder aussteigen, selbst wenn das rechtens wäre.
Mit der Aufgabe der DM und dem Beitritt zum Euro hat Deutschland quasi die Seele seiner Volkswirtschaft verkauft. Fachleute wissen das, aber nur wenige wagen es, diese Wahrheit offen auszusprechen.

Droht eine neue Währungsreform?
Deutschland erlebte im 20. Jahrhundert zwei Währungsreformen (1923 und 1948). Die ehemalige DDR sogar noch eine dritte (1990). In unserem 21. Jahrhundert gab es bislang "nur" eine verkappte, eine halbherzige Währungsreform. Am 1. Januar 2002 wurde die DM (die angesehenste Währung der Welt) ungültig und durch den scheinbar gleichwertigen Multikulti-Euro ersetzt.
Scheinbar gleichwertig deshalb, weil ein paritätischer Umtausch stattfand, der zunächst keinen Verdacht auf einen direkten Wertverlust aufkommen ließ. Inzwischen weiß man aber, was man sich durch die Ersatzwährung eingehandelt hat. Der Euro spiegelt in keiner Weise mehr die Stärke einer einzelnen Volkswirtschaft wieder. Eine Regierung kann ihre Geldpolitik nicht mehr auf eigene Bedürfnisse abstimmen! Sie muss vielmehr hilflos zuschauen, wie der Markt über eine Billiggeldschwemme unnötig geflutet wird, die Null- bzw. Negativzinsen Sparer schleichend enteignen, die Gesetze der Marktwirtschaft ausgehebelt werden, die Eurozone zur Schulden-Transferunion verkommt, Eurostaaten über Schuldenschnitte gerettet werden müssen, prekäre Staatsanleihen überschuldeter Staaten von der EZB munter aufgekauft werden usw. usw.
Durch all diese Machenschaften sind die Zukunftsperspektiven der Eurozone noch düsterer als die momentane Lage. Denn das Vertrauen in den Euro kann schnell kippen, es droht eine Währungsreform im Stile des vorigen Jahrhunderts (mit erheblichen Vermögensverlusten seitens der Bürger).
Weil man sich von ehernen Grundsätzen verabschiedet hat! Über die strengen Regeln und heiligen Schwüre, mit der die deutsche Bevölkerung vor der Euroeinführung auf Kurs gebracht wurde, wird heute nur noch gelacht. Den deutschen Sparern kostet die Nullzinspolitik bereits jährlich ca. 40 Milliarden Euro (der Wertverlust bei den Lebensversicherungen ist da noch gar nicht einberechnet). Und die deutschen Geldinstitute müssen bereits Jahr für Jahr Milliardensummen an Negativzinsen an die EZB abführen. Wie sollen sie unter diesen Umständen noch Geld verdienen? Wie sollen sie überleben, wo sie doch bereits in den letzten Jahren den Löwenanteil ihres ehemaligen Aktienwertes eingebüßt haben? Vertreten unser Volksvertreter heute die Ansicht, unser Land brauche keine eigenen Großbanken?

Wie reagieren Politik & Medien auf die Billiggeldschwemme?
Anstatt ein Umkehr anzustreben, werden Kritiker eingeschüchtert. Sie werden zu geschmähten Hassobjekten und in die rechte Abschaumecke gedrängt.
Es ist schon merkwürdig, dass im kürzlich beendeten EU-Wahlkampf die alles entscheidende Billiggeldschwemme kein Thema war. Und auch zuvor nie groß darüber geredet oder informiert wurde. Eine solch extreme Billiggeldschwemme, die die Gesetze der Marktwirtschaft aushebelt, die hochriskant ist und jegliche Moral vermissen lässt, hätte doch eigentlich über eine Volksabstimmung legitimiert werden müssen. Warum geschah das nicht?
Ich habe gehofft, dass durch die Europawahl im Mai 2019 verantwortungsbewusste Politiker an die Spitze rücken, die die verhängnisvolle Billiggeldschwemme Schritt für Schritt zurückfahren (bevor alles außer Kontrolle gerät). Aber das Gegenteil scheint der Fall. Weder Frau von der Leyen noch die künftige EZB-Chefin Frau Lagarde zeigen sich gewillt, das heiße Eisen anzupacken und eine Umkehr in der Geldpolitik einzuleiten.

Darf man hoffen, das alles gutgeht?
Diese Hoffnung trieb auch Hitler, als er seine Soldaten 1939 zwang, Polen anzugreifen (anstatt sich auf diplomatischen Wegen zu bemühen, die unrechtmäßige Vereinnahmung Oberschlesiens durch Polen wieder rückgängig zu machen).
"Die Hoffnung stirbt zuletzt!" Und das scheint auch die Devise vieler Geldpolitik-Hasardeure zu sein.

Hängt unsere Wirtschaft am seidenen Faden der Billiggeldschwemme?

Die Billiggeldschwemme, das letzte Aufgebot?
Schon am Beispiel der Billiggeldschwemme zeigt sich, wie es um Deutschland, die EU und die Weltwirtschaft tatsächlich bestellt ist.

Brauchen wir Negativzinsen, weil es zu viel Geld gibt?
Stimmt diese Alibi-Behauptung unserer Währungshüter? Und wenn ja, warum gibt es so viel überschüssiges Geld?
Klare Antwort: Es hapert an der Umverteilung, der Geldkreislauf funktioniert nicht mehr. Weil der Zollfreihandel (die Globalisierung und die EU) die Staaten erpressbar macht. Staaten, die angemessene Steuern erheben, werden von Konzernen gemieden. Wird auf Zölle verzichtet, sitzen Konzernchefs am längeren Hebel. In jeder Beziehung (Löhne, Umweltauflagen, Wirtschaftspolitik usw.). Auf dieser Basis kann es eine gerechte Umverteilung, die den natürlichen Konsum- und Geldkreislauf in Schwung hält, nicht geben.

Aber von der Billiggeldschwemme profitieren doch alle Schuldner …
Aber eben zu Lasten der Sparer, die schleichend enteignet werden. Eine seriöse private Altersabsicherung ist kaum mehr möglich. Staaten vernachlässigen ihre Spardisziplin, Unternehmen tätigen Investitionen, die sich bei fairen Zinsen überhaupt nicht rechnen würden und es bilden sich brandgefährliche Spekulationsblasen. Wenn das Geld keinen fairen Preis mehr hat, werden die Gesetze der Marktwirtschaft ausgehebelt. Das ist fatal, das ist kontraproduktiv. Zudem zersetzt die Billiggeldschwemme die gesellschaftliche Moral. Recht und Unrecht verwischen sich.

Die Banken werden reihenweise kollabieren …
Weil die künstlich verordnete Nullzinspolitik im Zusammenhang mit dem globalen Dumpingsystem Kreditgeschäfte unrentabel macht. Sobald die über die Billiggeldschwemme erzeugte Scheinblüte zu welken beginnt und Schuldner zahlungsunfähig werden, bricht das globale Finanzschuldensystem zusammen. Weil alles miteinander verwoben und verzahnt ist und die Kreditanstalten wegen des Überangebots an Geldern keine Ausfallrisiken mehr einpreisen können.

Wenn es tatsächlich bereits zu viel Geld gibt, warum dann noch diese Billiggeldschwemme?
Warum manipulieren Zentralbanken den Geldmarkt, wenn es doch ausreichend Spargelder gibt? Die Zinsen wären auch ohne Billiggeldschwemme niedrig. Wozu zusätzlich noch Minuszinsen, wieso müssen mit frisch generiertem EZB-Geld Staatsanleihen aufgekauft werden? Muss man bei einer zu hohen Geldmenge (die es nur gibt wegen mangelhafter Umverteilung als Folge der Zollphobie) auch noch Öl ins Feuer gießen?

Schon das Beispiel der Billiggeldschwemme zeigt, auf welchem Pulverfass wir heute leben …
Und das Establishment tut alles, um vom drohenden Desaster abzulenken ("Noch nie ging es uns so gut wie heute!").

Randbemerkung: Angesichts des seit zehn Jahre währenden gigantischen Billiggeldschwemme-Konjunkturprogramms noch groß rumzutönen und damit zu prahlen, dass die Reallöhne und Renten in Deutschland seit 1980 kaum gesunken sind und sich die offiziellen Arbeitslosenzahlen seit Anfang der 1960er lediglich verzehnfacht haben, halte ich für skandalös. Es ist eine Verhöhnung der zigmillionen Erwerbslosen & prekär Beschäftigten. Eine Volksverdummung ohnegleichen.

Eine herzliche Bitte: Sollte Ihnen der obige Artikel (http://www.anti-globalisierung.de/nullzinspolitik.html) gefallen haben, empfehlen Sie ihn bitte weiter. Denn nur die allgemeine Aufklärung der Bevölkerung ebnet den Weg für notwendige Veränderungen. Es dankt Ihnen Manfred J. Müller  

Impressum
© Dieser Text über die Nullzinspolitik ist eine Zusammenfassung einer Studie des unabhängigen, parteilosen Wirtschaftsanalysten und Publizisten Manfred J. Müller aus Flensburg.

Manfred Julius Müller analysiert seit über 30 Jahren weltwirtschaftliche Abläufe. Er ist Autor verschiedener Bücher zu den Themenkomplexen Globalisierung, Kapitalismus und Politik. Manche Texte von Manfred J. Müller fanden auch Einzug in Schulbücher oder werden zur Lehrerausbildung herangezogen.
Die Texte & Bücher von Manfred J. Müller sind überparteilich & unabhängig! Sie werden nicht, wie es leider häufig der Fall ist, von staatlichen Institutionen, Global Playern, Konzernen, Verbänden, Parteien, Gewerkschaften, der EU- oder der Kapitallobby gesponsert! Auch nicht indirekt.

Stecken deutsche Politiker in einer Brüsseler Zwangsjacke?

Was kann eine Regierung noch selbst bestimmen, wenn das ihr anvertraute Land über keine eigene Währung verfügt, sie keinen Einfluss auf die Leitzinsen hat und sich demütig dem Diktat der Nullzinspolitik, der Geldschwemme und dem Aufkauf fremder Staatsanleihen ergeben muss?
Ich denke, eine solche Regierung ist nahezu handlungsunfähig! Sie kann nicht mehr lenkend in die Wirtschaft eingreifen und nicht mehr aufrichtig die Interessen der eigenen Bevölkerung vertreten. Eine solche "Zombie-Regierung" darf sich nur noch mit Banalitäten befassen, diese dann medienwirksam zum Spektakel aufbauschen, um das Wahlvolk bei Laune zu halten.

"Das Kontrabuch" - die Streitschrift gegen die allgegenwärtige Scheinheiligkeit!
Profitiert Deutschland wirklich "ganz besonders" vom Zollfreihandel, vom EU-Binnenmarkt, von der Globalisierung, dem Konzernsteuerdumping, der Exportabhängigkeit, der Minuszinspolitik und der millionenfachen Zuwanderung? Wieso aber sind dann die inflationsbereinigten Nettolöhne und Renten in den letzten 40 Jahren gesunken? Sicher geht es Deutschland heute immer noch besser als vielen anderen Staaten. Aber ist das wirklich das Verdienst der Politik? Kann es nicht sein, dass die Aufbauarbeit unserer Vorfahren sowie die große Leistungsbereitschaft der heutigen Erwerbstätigen (deren Pflichtbewusstsein, deren Fleiß usw.) uns vor Schlimmerem bewahrt haben? Warum ist es so verpönt, ganz sachlich, offen und ehrlich den wirklich relevanten Schicksalsfragen nachzugehen? Gibt es in Deutschland keine Meinungsfreiheit mehr?

"Das Kontrabuch" deckt auf!
Die Welt funktioniert anders, als uns täglich eingeredet wird! Aber sehen Sie selbst! Das Kontrabuch deckt auf und macht Schluss mit den kapitalistischen Lebenslügen selbstgerechter Verharmloser, Moral- und Tugendwächter …

 

••• NEU:

Kapitalismus, Zollfreihandel, Globalisierung:
DAS KONTRABUCH
Wie funktioniert die grenzenlose Ausbeutung?
Und was müssten unbestechliche Politiker dagegen tun?

Mit mehr Verständnis für die weltwirtschaftlichen Zusammenhänge, einer Loslösung von den Irrlehren der Kapitallobby und der Wahnidee des globalen Dumpingwettbewerbs könnten die richtigen Schlussfolgerungen gezogen und notwendige Reformen eingeleitet werden. Dazu wären nicht einmal internationale Abkommen vonnöten. Jeder Staat könnte souverän handeln und sich somit aus der Zwangsjacke der einschnürenden Abhängigkeiten befreien. Daraus entstünde weltweit ein offener Wettbewerb über das beste Staats-, Demokratie-, Ökologie- und Wirtschaftsmodell.
Autor Manfred Julius Müller, 100 Seiten, Format 17x22 cm, 8,90 Euro

Weitere Infos zum Buch …