"Es wird zu wenig umverteilt!"

Nicht wenige Zeitgenossen sehen die mangelhafte Umverteilung als Ursache für die seit 30 Jahren sinkenden Reallöhne. "Die Reichen werden reicher" sagen sie. Dies stimmt zwar, hat mit einer mangelhaften Umverteilung aber wenig zu tun.

Denn schon heute liegt die Abgabenlast vieler Besserverdiener weit oberhalb der 50-Prozent-Marke. Nur über Kunstgriffe gaukelt man den Bürgern vor, die 50-Prozent-Marke nicht zu überschreiten: So werden zum Beispiel die Arbeitgeberanteile zu den Sozialversicherungen vom eigentlichen Bruttolohn ausgeklammert und bleiben bei der Berechnung der Abgabenquote unberücksichtigt - obwohl sie doch eindeutig zu den Lohnkosten dazuzählen.
Würde man die Arbeitgeberanteile mitzählen, hätten viele Leistungsträger längst über 60 % Abzüge.

 

Umverteilt wird wahrlich genug!
Inzwischen geht es vielen Hartz-IV-Familien besser als Normalverdienern, auf jeden Fall aber besser als Geringverdienern. Aber umverteilt wird ja nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern immer mehr auch innerhalb Europas.

Selbst viele Spitzenpolitiker klagen, wie sehr sich doch die EU zur Transferunion gewandelt hat. So fällt es auch kaum weiter auf, dass inzwischen selbst Ärzte, Apotheker oder Wissenschaftler real 20 bis 50 % weniger verdienen als 1980.

Nicht den Besserverdienern, sondern vor allem manchen Superreichen (also höchstens 1 % der Bevölkerung) geht es heute besser als vor 30 Jahren. Und das ist die Folge des globalen Dumpingwettbewerbs, der erst durch den Zollabbau ermöglicht wurde.

Die Globalisierung bereitet Supereichen und Spekulanten die perfekte Spielwiese für ihr "befreites" Kapital. Und die Superreichen (und Konzerne) sind nicht zu fassen - sie können dank Deregulierung und Liberalisierung stets dorthin gehen, wo die geringsten Steuern anfallen. Ganz legal, denn man kann diese Leute schließlich nicht einsperren.

Ergo: Umverteilt wird wahrlich genug, daran hapert es nicht.
Schuld an steigenden Staatsschulden und sinkenden Arbeitseinkommen und Renten ist in erster Linie der Zollabbau, der das Kapital von allen Anstandsregeln und Fesseln befreit und die Staaten und Menschen dieser Welt gegeneinander ausspielt.

Warum tut sich die Politik so schwer, dies öffentlich einzugestehen? Doch nur, weil damit ihre verlogene Wohlstandspropaganda unglaubwürdig würde ("der EU, dem Euro und der Globalisierung verdanken wir unseren Wohlstand").

 

"Umverteilung von unten nach oben!"
Manch entrückte linke Politiker und Journalisten wollen dem Wahlvolk gar einreden, in Deutschland werde von unten nach oben umverteilt. Solche Behauptungen sind infam, denn Erwerbslose und Geringverdiener zahlen so gut wie keine Steuern und "verteilen" somit auch nichts.

Absurd ist in diesem Zusammenhang auch der Verweis auf die Mehrwertsteuer, die schließlich alle Bürger beim Kauf von Waren und Dienstleistungen entrichten müssen. Es gehört schon eine gehörige Portion Unverfrorenheit und Geschmacklosigkeit dazu, Hartz-IV-Bezieher aus diesem Grund als gebeutelte Steuerzahler darzustellen. Denn die Mehrwertsteuern wurden schließlich bei den staatlichen Sozialhilfen berücksichtigt (die Zahlungen entsprechend aufgestockt).

Man könnte theoretisch auch die Sozialhilfen um die eingepreiste Mehrwertsteuer kürzen und dann die Hartz-IV-Bezieher von der Mehrwertsteuer befreien. Der bürokratische Aufwand für dieses Prozedere wäre aber viel zu hoch.


PS: Was meistens unbeachtet bleibt: Besserverdiener werden nicht nur mit horrend hohen Abgaben bestraft, sie werden fortwährend benachteiligt und als Melkkuh der Nation verstanden.

Zum Beispiel bezüglich der Unterstützung Angehöriger (wenn Eltern zum teuren Pflegefall werden), bei der Nichtgewährung sozialer Wohltaten, bei der Versteuerung von Zinseinkünften (die nicht einmal die Inflationsrate abdecken) aus bereits versteuerten Einkommen. Gestraft werden sie zudem durch die Billigzinspolitik der Zentralbanken, die mit ihrer unerschöpflichen Kunstgeldkonkurrenz die Marktzinsen für echtes Geld in den Keller treiben und somit Sparer und die Besitzer von Lebensversicherungen schleichend enteignen.

Zählt man alles zusammen, so stehen sich manche Besserverdiener kaum besser als Normalverdiener oder Hartz-IV-Familien.

 

Hintergrund:

Umverteilung in Deutschland:
ab 3350,- Euro Bruttoeinkommen bereits 50 % Abzüge!

 

 

Zurück zum Ausgangstext: Warum sinken die Arbeitseinkommen, wo doch Globalisierung und EU den Wohlstand mehren?

 

Ist die Globalisierung Basis unseres Wohlstandes?
Und leben wir auf Kosten der anderen?

(Eingangsseite www.anti-globalisierung.de)

Impressum

 © Manfred J. Müller, Flensburg 

"Die da oben machen das schon ..."

Ein wenig Gottvertrauen kann sicher nicht schaden. Aber die unkritische Haltung der Bevölkerungsmehrheit gegenüber Politik und Medien ermöglicht erst unseren schleichenden wirtschaftllichen Niedergang. Mit populistischen Umverteilungsritualen werden Wählerstimmen "gekauft", mächtige Lobbyistenverbände setzen sich durch und eine weitverbreitete "political-correctness"-Ideologie verhindert aufrichtige Auseinandersetzungen.

Dieser Teufelskreis kann nur durchbrochen werden, indem Menschen sich bereitfinden, außerhalb der dominierenden Meinungsfabriken (Medien) andere Sichtweisen kennenzulernen.


Ab sofort im Buchhandel lieferbar (auch in den USA):

"Meckern kann jeder - wenn es jedoch um einleuchtende Schlussfolgerungen und realisierbare Gesamtkonzepte geht, verstummen die meisten Kritiker!"

 

Die Welt ist anders, als uns vorgegaukelt wird!
Die Menschheit wird systematisch verdummt! Globalisierung und EU funktionieren nicht so, wie man uns einzureden versucht.
Deshalb erleben wir seit über 30 Jahren einen beispiellosen Reallohnabstieg trotz stetig steigender Produktivität.

Wer dieses merkwürdige Paradoxon verstehen möchte, findet im Buch "DAS KAPITAL und die Globalisierung" die entlarvenden Antworten. Ohne falsche Rücksichtnahmen werden die schlimmsten politischen Irrtümer und Fehler aufgedeckt und die überfälligen Korrekturmaßnahmen angemahnt.

Die Dominanz der Konzerne, der ewige Monopolisierungstrend, die unselige Steuerflucht, die Abhängigkeit vom spekulativen Weltfinanzsystem und Turbokapitalismus ließen sich mit wenigen Eingriffen beenden - man muss es nur wollen. Es bedarf nicht einmal utopischer Wunschvorstellungen (internationaler Abkommen), wie manch prominente Ökonomen sie immer wieder scheinheilig anmahnen - jeder souveräne Staat kann autark handeln!

DAS KAPITAL und die Globalisierung
Plädoyer für die Entmachtung des Kapitals und die Rückbesinnung zur Marktwirtschaft.

Autor Manfred Julius Müller, 172 Seiten, Format 17x22 cm, ISBN 978-3837046229,
13,50 ¤

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Auch im stationären Buchhandel erhältlich (muss dort aber oft erst bestellt werden).

Was macht es für einen Sinn, den wirklich relevanten Fragen ständig auszuweichen?

Manfred Julius Müller analysiert seit über 30 Jahren weltwirtschaftliche Abläufe. Er ist Autor verschiedener Bücher zu den Themenkomplexen Globalisierung, Kapitalismus und Politik. Manche Texte von M. J. Müller fanden auch Einzug in Schulbücher oder werden zur Lehrerausbildung herangezogen.

Seit 30 Jahren sinken in Deutschland die inflationsbereinigten Nettolöhne und Renten.

Warum versucht man, von den wahren Ursachen (EU, Euro, globaler Dumpingwettbwerb) abzulenken und populistisch immer wieder die "mangelnde Umverteilung" ins Feld zu führen?

Warum versucht man das Volk mit dreisten Parolen zu verdummen ("wir profitieren von der EU, dem Euro, der Exportabhängigkeit")?