"So
wenig man ein Auto mit defektem Motor durch eine
Wagenwäsche wieder flott bekommen kann, so wenig
lässt sich das globale Dumpingproblem mit
Sozialreformen lösen. Wer
ernsthaft etwas gegen Massenarbeitslosigkeit und
Kaufkraftschwund unternehmen will, darf unbequemen Fragen
über das erträgliche Maß eines vom Ausland
importierten Kostendrucks nicht länger
ausweichen." Ist
der Sozialstaat am Ende? Die
Vorgeschichte Über
Jahrzehnte wurde aus dem Vollen geschöpft und der
deutsche Sozialstaat immer weiter ausgedehnt. Dies geschah
aber eben nicht auf Druck der Bevölkerung - es waren
die Politiker, die im Vorfeld wichtiger Wahlen die
Spendierhosen anzogen und sich mit den ihnen anvertrauten
Steuergeldern Wahlerfolge kaufen wollten. Inzwischen
hat sich die Lage längst gedreht, die Wirtschaft
wächst zwar weiterhin, der irrationale globale
Wettbewerb verhindert aber eine Ausschüttung der
fortschreitenden Produktivitätserfolge und erwirkt
sogar eine völlige Umkehr, also eine
Rückentwicklung des Wohlstandes.
Der
normale Menschenverstand würde seine Lehren aus diesem
paradoxen "Fortschritt" ziehen und
zunächst
die Ursachen
dieser perversen Diktatur des Kapitals
beseitigen. Aber
deutsche Politiker handeln keineswegs immer logisch und
normal. Eigene nationale Interessen werden gerne
verdrängt und dem Zeitgeist der Globalisierung und EU
geopfert. Also wird das Naheliegende,
nämlich
die Verringerung des aus dem Ausland importierten
Kostendrucks,
gar nicht erst erörtert und in Erwägung gezogen
(die Angst vor einer solchen Diskussion scheint
riesengroß). Die
Erfindung der Agenda 2010 "Die
Sozialkosten sind zu hoch und die Reallöhne zu niedrig!
Durch die hohe Belastung der Sozialkassen gibt es quasi
keine Wachstumsraten mehr! Außerdem fehle der
notwendige Anreiz zur Arbeit!" So
oder ähnlich lautet die nahezu einhellige Diagnose der
Presse, die auch von weiten Teilen der Politik mitgetragen
und nachgeplappert wird. Doch was ist wahr an diesen
Aussagen? Behaupten kann man schließlich viel, aber
lässt es sich auch beweisen? Einmal
angenommen, es funktioniert tatsächlich und die Kosten
für die Arbeitslosen könnten infolge von
Leistungskürzungen um 20 % abgesenkt werden - welche
Folgen hätte das? Was
würde dadurch erreicht (den volkswirtschaftlichen
Nachteil der Kaufkraftminderung einmal ausgeklammert)? -
Überall in der Welt finden sich hervorragend
ausgebildete Fachkräfte ab
3,- Euro
die Stunde. Darf man sich angesichts dieser Diskrepanz
wirklich einbilden, mit 26,70
Euro
wieder im Geschäft zu sein? Doch
davon ganz abgesehen, grundsätzlich gilt: Je mehr
Armut, desto mehr Kriminalität. Wer auf den Verlierern
unserer Gesellschaft herumtrampelt, wer sie drangsaliert und
entwürdigt, der muss auch mit unliebsamen Konsequenzen
rechnen. Es wird mehr Diebstähle geben, mehr
Einbrüche, mehr Überfälle. Die "Entrechteten"
werden sich teilweise mit Gewalt nehmen, was man ihnen
freiwillig nicht mehr zugestehen will. Die Folge: Der
staatliche Aufwand für die innere Sicherheit wird
steigen. Erst recht aber werden Firmen und
Wohlstandsbürger zunehmend in die Sicherung ihres
Eigentums investieren müssen (man schaue nur mal nach
Polen oder in die USA). Die oben veranschlagte einprozentige
Lohnkostensenkung wird durch den Mehraufwand bei der
Verbrechensbekämpfung vermutlich wieder
aufgezehrt. Was
könnten Erwerbslose noch machen, damit sie sich das
Notwendigste leisten können? Natürlich - neben der
Kriminalität wird auch die Schwarzarbeit zunehmen. Zwar
kann man die Kontrollen verstärken, aber auch das
verschlingt wieder Geld. Und die Vergangenheit lehrt, dass
Schwarzarbeiter auch nicht total dämlich sind. Trotz
ständiger Weiterentwicklung des Kontrollsystems stieg
die Schwarzarbeit weiter an - wenn die Not groß ist,
finden sich immer und überall neue
Schlupflöcher. Weniger
Bürokratie? Ähnlich
relativieren muss man die erhofften Vorteile bei der
Verwaltung, welche die Zusammenlegung der Arbeitslosen- und
Sozialhilfe bringen soll. Sicher, ein Abbau der
Staatsbürokratie ist grundsätzlich lobenswert und
notwendig - aber bisher deutet nichts darauf hin, dass ein
solcher Einspareffekt durch die Agenda 2010 überhaupt
eintritt. Und falls doch, wäre dies der bekannte
Tropfen auf dem heißen Stein. Bestenfalls ließe
sich dadurch ein Zehntel Prozentpunkt der Arbeitskosten
einsparen - mit 26,60 Euro läge man aber immer noch
deutlich über den Geboten von 3,- Euro die Stunde, die
der freie Weltmarkt in großen Mengen zu bieten
hat. Bessere
Vermittlung Vom
Umbau bei der Verwaltung verspricht man sich gleichfalls
eine höhere Vermittlungsquote der Arbeitslosen. Aber
auch dieses Argument klingt hohl und abgedroschen. Was bitte
soll vermittelt werden, wenn nun einmal wegen der verfehlten
Politik des importierten Kostendrucks keine
Arbeitsplätze vorhanden sind? "Ihr
sollt die verfluchten Tarife abbauen. Ihr sollt auf Euren
Direktor vertrauen. Kein Betriebsrat quatsche uns mehr
herein. Wir wollen freie Wirtschaftler sein!" 1932 hat
sich Kurt Tucholsky über die abstrusen Forderungen der
Unternehmer empört - heute wird die neoliberale
Heilslehre selbst von gestandenen Politikern
nachgebetet. Fehlender
Anreiz zur Arbeitsaufnahme? Schon
jetzt darf man den meisten Verlagen und Sendern das
Kompliment machen, dass sie durch ihre geschickte
Meinungsmache maßgeblich zur Auflösung der
Flächentarife und der Subventionierung der Billigjobs
(geringfügige Beschäftigung) beigetragen haben.
Aber sehr zum Verdruss zahlreicher Journalisten sind dem
Minimallohn nach unten durch die Höhe der Sozialhilfe
natürliche Grenzen gesetzt. Niemand muss hierzulande
seine Seele oder seinen Körper für zwei oder drei
Euro die Stunde verkaufen, womit sich offensichtlich viele
Betuchte nicht abfinden möchten. Ihre einfache
Überlegung: Wäre die Sozial-/Arbeitslosenhilfe
niedriger, könnte die untere Lohnschallmauer von etwa
vier Euro die Stunde für Dienstleistungen durchbrochen
werden. Dann würde der Service noch billiger,
Restaurants z. B. könnten ihre Preise senken und
vielleicht könnte man sich gar die eigene hübsche
Dienstmagd wieder leisten - man wäre wieder
wer. Die
Verfechter des Sozialdumpings sind auch die
Fahnenträger und Nutznießer eines allgemeinen
Lohndumpings. Was sie dabei nicht bedenken - auch sie
könnten eines Tages Opfer dieser ewigen
Abwärtsspirale werden. Denn natürlich käme
allmählich das gesamte Einkommensniveau ins Rutschen.
Wenn Hilfsarbeiter und Dienstleister sich für 3 Euro
die Stunde verdingen müssen, werden Facharbeiter eines
Tages auf einen Stundenlohn von 5 Euro kommen und irgendwann
erreicht der Abwärtstrend auch die höheren
Einkommen. Selbst loyale Journalisten werden dann vielleicht
froh sein, für zehn Euro die Stunde die Meinung ihres
Verlegers nachbeten zu dürfen. Wenn alles den Bach
runtergeht, wird die privilegierte Intelligenz den Hort
ihrer Glückseligkeit nicht lange halten können.
(Inzwischen haben sogar Zeitungsverleger erkannt, dass sich
im Zeitalter des Internet viele redaktionelle und
buchhalterische Arbeiten in Billiglohnländer verlagern
lassen.) Redet
endlich Klartext: "Wieviel Milliarden Euro wird diese
Arbeitsmarktreform einspielen, wie hoch werden die
Haushaltsüberschüsse 2005 sein, wie werden die
Beiträge zur Arbeitslosenversicherung absinken und wie
wird die Zahl der Beschäftigten in Deutschland
ansteigen?" Was
bringt die Agenda 2010? Ihr
lieben Politiker! Warum schenkt ihr dem Volk nicht reinen
Wein ein und sagt, was ganz konkret durch die
Arbeitsmarktreform eingespart wird? Um wieviel Milliarden
jährlich wird die Haushaltskasse entlastet, in welchem
Umfang sollen die Beträge zur Arbeitslosenversicherung
gesenkt werden? Offenbar
habt ihr selbst wenig Zutrauen in eure eigene Reform, denn
ihr haltet euch mit diesen doch so wichtigen Zahlen in
ungewohnter Bescheidenheit sehr zurück. Obwohl
mindestens eine Million Menschen massiv unter der Agenda
2010 zu leiden haben, scheint das erwartete Sparvolumen
nicht besonders üppig auszufallen, denn der
Haushaltentwurf für 2005 lässt Böses ahnen.
Warum,
liebe Politiker, konzentriert ihr euch auf Reformen, die
offenbar von vornherein als Bagatelle einzustufen sind,
womit also kein echte Wende am Arbeitsmarkt erreichbar ist?
Soll tatsächlich vom eigentlichen Dilemma,
den
aus dem Ausland importierten
Kostendruck,
abgelenkt werden? Habt ihr Angst vor einer Diskussion
über dieses Thema? Nullsummenspiel
auch bei der Gesundheitsreform Auch
die Reformen im Gesundheitssystem werden kaum echte
Einsparungen nach sich ziehen. Es ist kein großes
Kunststück, die Beiträge der Krankenversicherung
zu stabilisieren, wenn den Patienten eine stetig steigende
Eigenbeteiligung aufgebürdet wird. Durch solche
Verschiebebahnhöfe werden die Lohnkosten nicht wirklich
gesenkt, denn über die Erhöhung der
Arbeitsentgelte muss ja irgendwie eine Entschädigung
erfolgen (es sei denn, man will die Reallöhne immer
weiter runterknüppeln). Die Einsparungen, die durch ein
kostenbewussteres Verhalten der Patienten entstehen, werden
vermutlich schon durch die umständliche Abrechnung der
Praxisgebühr mehr als aufgezehrt. Nicht
abzuschätzen sind die Spätfolgen der
Gesundheitsreform. Wenn Kranke seltener zum Arzt gehen,
werden Krankheiten oftmals verschleppt. Hofft man auf eine
langfristige Absenkung der Lebenserwartung, ist die
Sanierung der Rentenkassen das eigentliche Ziel? Seit
2000 Jahren die gleichen Parolen: "Der
Staatshaushalt muss ausgeglichen sein. Die
öffentlichen Schulden müssen verringert, die
Arroganz der Behörden muss gemäßigt und
kontrolliert werden. Die
Zahlungen an ausländische Regierungen müssen
reduziert werden, wenn der Staat nicht bankrott gehen
soll. Die
Leute sollen wieder lernen zu arbeiten, statt auf
öffentliche Rechnung zu leben!" Marcus
Tullius Cicero, Rom, 55 v. Chr. "Schuld
am wirtschaftlichen Niedergang tragen die Gewerkschaften
wegen ihrer ewig überzogenen
Forderungen".
Unverschämter kann eine Behauptung kaum sein. Die
Reallöhne sind seit 1980 trotz aller produktiven
Fortschritte um fast 10 % abgesunken, und den Gewerkschaften
wirft man dennoch allen Ernstes Maßlosigkeit vor.
Sozialreformen
sind nicht grundsätzlich tabu! Ich
gehöre wahrlich nicht zu denen, die sich jedweder
Einsicht verschließen und Sozialreformen schon aus
Prinzip ablehnen. Es gibt auch im Sozialbereich zahlreiche
Missstände, die behoben werden sollten. Die
Verkürzung des Arbeitslosengeldes auf 18 Monate zum
Beispiel halte ich durchaus für angebracht, weil die
überdehnte 32-Monate-Garantie zum Missbrauch geradezu
einlädt (Entsorgung älterer Mitarbeiter). Die
Einschränkung der Eigenheimzulage ist nach meinem
Dafürhalten überfällig (ich habe sie schon
vor zehn Jahren in Leitartikeln gefordert), weil das
künstlich aufgebaute Überangebot an Wohnungen auf
Dauer unbezahlbar ist und zu Leerständen und
Preisverfall führt. Auf der anderen Seite darf sicher
auch über die Höhe der Erbschafts- bzw.
Vermögenssteuer, Kürzungen bei der
Kilometerpauschale und über eine weitere Erhöhung
der Bemessungsgrenze bei den Sozialversicherungen
nachgedacht werden. Senkung
der Spitzensteuersätze Auf
der einen Seite beginnt das Jahr 2005 mit dem Inkrafttreten
der Agenda 2010, also mit massiven Leistungskürzungen,
auf der anderen Seite setzt im gleichen Moment eine Senkung
der Spitzensteuersätze ein. Wer da noch an einen
blöden Zufall denkt, macht sich selbst was vor. Fakt
ist, dass die Einsparungen bei den sozial Schwachen die
Steuergeschenke an die Adresse der Spitzenverdiener
gegenfinanzieren. Dieser erstaunliche Wertewandel kann auch
mit noch so schönen Sonntagsreden nicht überspielt
werden. Natürlich sollen unsere so genannten
"Leistungssträger" im Lande gehalten werden - aber
bedarf das nicht ganz anderer Mittel als einiger neuerlicher
Steuerbonbons? Spitzenverdiener geht es nicht so sehr um 100
Euro monatlicher Steuerersparnis, sondern vielmehr um ihre
Karriere, ihre Aufstiegschancen und die Zukunft ihrer
Kinder. Ein sterbender Industriestandort wie Deutschland
kann hier wenig bieten. Keine
Scheindebatten und Geisterreformen mehr! Seien
wir ehrlich: Mit einer intelligent durchgeführten
Verschlankung des Staates und dem Abbau von Subventionen und
Torheiten könnte in den nächsten Jahren
bestenfalls eine Lohnkostensenkung von gut 5 % erzielt
werden - das durchschnittliche Lohnkostenniveau für die
deutsche Industrie läge dann bei fast 26,- Euro.
Das
wäre dann immer noch etwa das Neunfache dessen, was in
Niedriglohnländern für die gleiche Leistung
verlangt wird. Wer
den totalen Freihandel will und auf alle staatserhaltenden
Maßnahmen pfeift, der sollte sich dieser gewaltigen
Unterschiede bewusst sein und eingestehen, dass er die
deutsche Wirtschaft in einen aussichtslosen
Vernichtungswettbewerb führt. Und
so gesehen halte ich die gesamten Diskussionen über
Sozialreformen, vor allem in Hinblick auf die Agenda 2010,
für drittrangig. Wenn der Tag lang ist, dann darf man
über so manche Sozialreformen streiten, aber
zunächst einmal muss das existentielle Problem, die
Ursache sämtlicher Schwierigkeiten, gelöst werden.
Es gehören endlich die unbequemen Tabuthemen auf die
Tagesordnung, allen voran eine breite Diskussion über
die Eindämmung des globalen Dumpingsystems. Weiterführende
Texte: Hartz
IV - ist der Sozialstaat noch zu retten? Brachten
die Agenda 2010 oder Hartz IV den Aufschwung? Die
unsichtbaren Grenzen des Sozialstaats Kinderarmut
- wieviel Luxus braucht der junge Mensch? Gibt
es seit Hartz IV keine Arbeitsverweigerer
mehr? Es ist
seltsam: Etwa seit 1980 steigen die Reallöhne nicht
mehr mit der Produktivität. Die Kaufkraft und das
Produktionspotential driften seither weit auseinander. Woran
liegt das? Warum wird dieses Hauptproblem nicht in der
Öffentlichkeit diskutiert? Noch
können wir das Ruder herumreißen, bald ist es
dafür zu spät! Wenn wir die nächste Zeit
weiter mit Sozialreformen vergeuden, wenn wir weiter unser
Heil darin sehen, uns den Billiglohnländern Stück
für Stück anzunähern, ist der deutsche
Niedergang nicht mehr aufzuhalten. Was
konkret jetzt zu tun ist, wie wir das drohende Chaos
verhindern und wie man dem globalkapitalistischen
Dumpingsystem eine Lektion erteilt, veranschaulicht klar und
überzeugend das Buch Das
neue Wirtschaftswunder Das
Buch zeigt, wie man den Irrungen und Wirrungen der
Globalisierung, der EU und des Neoliberalismus
auf intelligente Weise beikommt, wie man das weltweite
Dumpingsystem sprengt und nationale und internationale
Probleme und Widersprüche auflöst. Ein neues
deutsches Wirtschaftswunder ist keine Utopie - wenn nur
Irrtümer eingestanden und die Gesetze der Logik und
Vernunft berücksichtigt würden. Sie
erhalten das Buch bei www.amazon.de
oder im stationären Buchhandel (dort leider meistens
nur auf Bestellung). Sie können das Buch aber auch
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Bestellschein. Rezensionen
zu dem Buch finden Sie auch unter www.amazon.de Home
(Eingangsseite
www.anti-globalisierung.de mit Menueleiste) ©
Manfred J. Müller, Flensburg
Betrachtungen
von Manfred Julius Müller, August 2003
Stattdessen erfindet man die Zauberformel vom
überforderten Sozialstaat und lenkt alle Aufmerksamkeit
geschickt auf dieses eine, eigentlich nebensächliche
Thema. Dabei wird nicht einmal versucht, den
tatsächlichen sozialen Wildwuchs ein wenig
zurechtzustutzen. Man knöpft sich geschickt die
Unterprivilegierten vor, allen voran die
Langzeitarbeitslosen, und entfacht eine von den Medien
dankbar aufgegriffene Hetzkampagne gegen den sozialen
Missbrauch.

Selbst bei diesem äußerst wohlwollenden Szenario
könnten die deutschen Arbeitskosten lediglich
um
ca. 1 %
sinken, also von durchschnittlich 27,- Euro auf 26,70 Euro.
(Nebenbei bemerkt - der Einspareffekt ist auch hier geringer
als angenommen, weil viele freigesetzte
Verwaltungsangestellte keinen neuen Arbeitsplatz finden
werden).

Aber das wichtigste ist und bleibt (und das kann man nicht
oft genug betonen) - man darf die Relationen niemals aus dem
Auge verlieren und so tun, als
ließen sich mit ein paar lächerlichen
Einsparungen das Grundproblem des importierten Kostendrucks
lösen.


Die Entmachtung des globalen
Dumpingsystems
von
Manfred Julius Müller
152 Seiten, 17x22 cm, © September 2005, Euro
12,-
Manfred
Julius Müller
analysiert seit 30 Jahren weltwirtschaftliche
Zusammenhänge und veröffentlichte unzählige
Aufsätze zu den verschiedensten Themen. Er entwickelte
neue Wirtschaftstheorien, die weltweit neue
Maßstäbe setzten und in manchen Ländern in
wichtigen Bereichen bereits die Gesetzgebung beeinflussten.
Inzwischen sind auch einige Bücher erschienen, u. a.
"Das
Kapital und die
Globalisierung".