Translater:


Die Tricks bei der Berechnung der Arbeitslosenzahlen in Deutschland (schon vor der Corona-Krise):

1. Wer in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen untergebracht wird, zählt nicht mehr als arbeitslos. Auf diese Weise ließen sich bereits sämtliche Erwerbslosen aus der Statistik tilgen.

2. Erwerbslose, die über 58 Jahre alt sind, fallen aus der Statistik heraus (weil kaum noch vermittelbar).

3. Erwerbslose, die zu Weiterbildungen oder Umschulungen genötigt werden, belasten auch nicht mehr die Arbeitslosenstatistik.

4. Wer krank ist, kann schließlich auch nicht arbeiten und braucht deshalb nicht als Arbeitsloser gezählt werden.

5. Wer Arbeit sucht, aber aufgrund seiner Vermögensverhältnisse keine Sozialleistungen beanspruchen kann, fällt auch aus der Statistik.

6. Wer Aufstocker ist und einer Scheinselbständigkeit nachgeht (die kaum etwas einbringt) steht offiziell dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung (auch wenn er und seine Familie hauptsächlich von Hartz IV leben).

7. Ein-Euro-Jobber und geringfügig Beschäftigte verabschieden sich auch aus der Statistik.

8. Die Wiedereinstellung von Langzeitarbeitslosen belohnt Vater Staat, indem er bis zu zwei Jahre die vollen Lohnkosten trägt (einfach unglaublich) und drei weitere Jahre Zuschüsse gewährt.

9. Wer traumatisiert, psychisch krank oder arbeitsunfähig ist, wird gleichfalls ausgegliedert (für manche Langzeitarbeitslose ein willkommenes Schlupfloch).

10. Wer sich in langjährigen Asylverfahren befindet, steht dem Arbeitsmarkt auch nicht so recht zur Verfügung.

11. In der Autoindustrie sollen in den nächsten Jahren zigtausende Arbeitsplätze abgebaut werden. Vornehmlich über Vorruhestandsregelungen. Damit wird auch in diesem Bereich die Statistik weitgehend ausgetrickst.

12. Durch die Zuwanderung lässt sich natürlich auch jede Menge (eigentlich unbegrenzt) neuer versicherungspflichtiger Arbeitsplätze schaffen. Man braucht zusätzliche Sachbearbeiter, Integrationsbeauftragte, Antidiskriminierungsbeauftragte, Sozialarbeiter, Übersetzer, Deutschlehrer, Dolmetscher, Flüchtlingshelfer, Richter (für die vielen Verfahren gegen Asyl-Ablehnungsbescheide), Rechtsbeistände, Ärzte.

Usw. usw.

Entwicklung der offiziellen Arbeitslosenzahlen:
1962 = 142.000, 1980 = ca. 900.000, 2018 = ca. 2,3 Millionen.
Aber: Die offiziellen Arbeitslosenzahlen sind heute ein Witz (siehe oben). 1962 kannte man keine Bilanzierungstricks und brauchte sie auch nicht, auch 1980 wurden sie kaum angewendet. Aber heute??? Da wird getrickst, bis sich die Balken biegen. Selbst viele Politiker fallen auf diesen Schmu herein!
Um das Maß der Täuschung und Verschleierung voll zu machen, wird genussvoll mit dem absoluten Arbeitslosenhöchststand des Jahres 2005 verglichen (wo sich die statistische Auslagerung der Erwerbslosen noch im Aufbau befand). Und dann wird salbungsvoll erklärt, Exkanzler Gerhard Schröder (SPD) habe durch die Agenda 2010 das Problem gelöst und ein neues Wirtschaftswunder bewirkt. Obwohl doch alle wissen, dass sich die derzeitige Scheinblüte vor allem auf die seit 10 Jahren anhaltende hochriskante Billiggeldschwemme (Nullzinspolitik) stützt. Welch eine Schmierenkomödie!

 

Nachtrag, 3. Mai 2020: Nun sind die Arbeitslosenzahlen drastisch gestiegen und für 10 Millionen Menschen wurde Kurzarbeitergeld beantragt (vorläufig, nicht alle Anträge werden auch umgesetzt). Aber auch wenn es vorübergehend "nur" fünf Millionen Kurzarbeiter werden: Es besteht kein Grund, in den Medien höhnisch auf die 30 Millionen Arbeitslosen in den USA zu verweisen. Denn dort gibt es die Kurzarbeitergeld-Regelung nicht. Proportional und ehrlich auf die Bevölkerungszahl umgerechnet stehen wir im deutschen Exportwunderland wohl schlechter da als die USA.

 


Ihre Meinung zu diesem Artikel würde mich interessieren!
Fanden Sie den Artikel auf dieser Seite aufschlussreich und informativ? Bitte einfach den entsprechenden Link anklicken. Da Sie ja nirgends eingeloggt sind, bleibt Ihre Einschätzung vollkommen anonym. Und nun treffen Sie Ihre Entscheidung! Bitte nur eine Antwort anklicken.

Ja

Nein

teilweise

 

 

Eine herzliche Bitte: Sollte Ihnen dieser Artikel (http://www.anti-globalisierung.de/arbeitslosenzahlen.html) gefallen haben, empfehlen Sie ihn bitte weiter. Denn nur die allgemeine Aufklärung der Bevölkerung ebnet den Weg für notwendige Veränderungen. Es dankt Ihnen Manfred J. Müller  

 

Lesenswert! Hintergrund & Analyse:
Wo steht die CDU heute, wie weit ist sie nach links abgedriftet?
"Auch in diesem Jahr gibt's ein Wirtschaftswachstum von 2,8 %!"
Der Niedergang Deutschlands. Warum sinken seit 1980 die realen Nettolöhne und Renten?
Analyse der Parteiprogramme zur Bundestagswahl 2021
Sind EU und Weltwirtschaft nur über eine Billiggeldschwemme zu retten?
Macht die Globalisierung Produkte billiger?
Das Märchen von der internationalen Arbeitsteilung
Protektionismus - das verlogenste Kapitel der Welt! 
In 20 Jahren wird man auf die Politik von heute mit Fassungslosigkeit zurückblicken!
Weiterführende Abhandlungen dazu finden Sie in meinen Büchern.

 

Zur Startseite www.anti-globalisierung.de
Impressum 
© Manfred Julius Müller (unabhängiger, parteiloser Wirtschaftsanalyst und Zukunftsforscher).

Manfred J. Müller analysiert seit 40 Jahren weltwirtschaftliche Abläufe. Er gilt als wegweisender Vordenker. So forderte er zum Beispiel schon vor 20 Jahren eine Art Lieferkettengesetz, das Hersteller und Händler verpflichtet, nur fair entlohnte und produzierte Waren nach Deutschland einzuführen (wurde endlich im Mai 2021 Gesetz). Außerdem empfahl er schon ewig eine Mindestgewinnsteuer für Großunternehmen auf im Inland angefallene Umsätze (Joe Bidens Vorschlag von einer globalen Mindestertragssteuer im Frühjahr 2021 zielt zwar endlich in die gleiche Richtung, ist aber viel zu lahm und wird sich international kaum umsetzen lassen). Seit drei Jahrzehnten kämpft Manfred J. Müller auch für seine Idee einer Lohnkostenreform (schrittweiser Abbau der Sozialversicherungsbeiträge bei einer Gegenfinanzierung über Mehrwertsteuern und Zölle).

 

Einmal nachgehakt:

Wie glaubhaft ist die These vom Fachkräftemangel?
Mit zahlreichen Argumenten ließe sich das Märchen vom Fachkräftemangel widerlegen. Hier nur die wichtigsten drei:

1.
Einen Fachkräftemangel gibt es meist nur bei unzureichender Entlohnung. Dadurch wurden manche Berufe im Konkurrenzkampf zu anderen einfach zu unattraktiv. Mit Geld lässt sich alles regeln.

2.
Eine Zuwanderung aus dem Ausland löst das Problem des Fachkräftemangels nicht, sie verschiebt es nur in andere Bereiche. Eingereiste Pflegekräfte und Handwerker zum Beispiel können zwar notdürftig manche Lücken schließen (die in der Regel durch Unterbezahlungen entstanden sind), dafür werden an anderer Stelle aber weit größere Lücken aufgerissen. Dann fehlt es nämlich an Ärzten, Richtern, Juristen, Dolmetschern, Polizisten, Lehrern, an Wohnungen, Schulen, Straßen, Flugplätzen usw. - und natürlich auch an den Leuten, die die zusätzlich benötigten Wohnungen, Straßen, Krankenhäuser usw. finanzieren, planen und bauen müssen. Auch Zuwanderer leben nun einmal nicht von Luft und Liebe und müssen in allen Bereichen versorgt werden.
Die Gesamtbilanz ist negativ, weil Zuwanderer im Schnitt einen weit höheren Versorgungsaufwand erfordern (Betreuer, Sozialarbeiter, Dolmetscher) und die Beschäftigungsquote der Zugereisten deutlich schlechter ist als bei den Einheimischen. Fazit: Mit der Zuwanderung steigt der Fachkräftebedarf und damit auch der Fachkräftemangel ganz erheblich. Wer das nicht einsehen will, macht sich selber etwas vor.

3.
Angesichts von 2,7 Millionen offiziellen Erwerbslosen und
weiteren Abermillionen Menschen in der verdeckten Arbeitslosigkeit ist die Proklamation des Fachkräftemangels eh der reinste Hohn. Hier zeigt sich wieder: In schlecht bezahlten Berufen ist Arbeit zu unattraktiv! Hartz-IV-Haushalten geht es oft besser als Durchschnittsverdienern.

 

Der Fachkräftemangel entsteht erst durch die Zuwanderung!
Unserer Bevölkerung wird vor allem über das Staatsfernsehen ein falsches Weltbild vermittelt. Weil man das dichtbesiedelte Deutschland unbedingt in ein Einwanderungsland umwandeln will und dabei vielerlei Lobbyinteressen eine gewichtige Rolle spielen. Dabei sollte es doch einleuchten, dass erst die hohe Zuwanderung das Lohndumping ermöglicht. Seit 1980 sinken nämlich in Deutschland die realen Nettolöhne und Renten - oder will das jemand etwa auch noch abstreiten?

 

Die Marktwirtschaft wird ausgehebelt!
Die scheinheiligen Wirtschaftsexperten(lobbyisten) berufen sich zwar immer noch auf die Marktwirtschaft - obwohl diese doch durch die Niederlassungsfreiheit und die offenen Zollgrenzen weitgehend abgeschafft wurde. Eine echte Marktwirtschaft funktioniert nur in einem intakten Binnenmarkt mit gleichen Löhnen, Steuern usw. Diese Grundbedingungen werden aber schon lange nicht mehr erfüllt.
Deshalb geht es uns trotz erheblich gestiegener Leistungsanforderungen (Leistungsverdichtung) heute schlechter als 1980. Und deshalb kann der völlige Zusammenbruch offenbar nur noch über eine Billiggeldschwemme verhindert werden (null Prozent Guthabenzins, obwohl die gewerblichen Erzeugerpreise in Deutschland im Oktober 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 18 % gestiegen sind).

 

Falsche Preise führen zu einer fatalen Kettenreaktion …
Wenn Löhne zu niedrig (nicht marktgerecht) sind, kommt es oft zu unsinnigen Kräfteverschiebungen. Nur ein Beispiel: Billiglöhner bzw. Scheinselbständige im Versandhandel und der Logistik haben erheblichen Einfluss auf die Einkaufsgewohnheiten der Bürger. Man lässt sich jede Kleinigkeit per Versand liefern und die Innenstädte veröden. Im Prinzip ist diese Verschiebung kontraproduktiv. Sie funktioniert auch nur, weil der Staat über Subventionen das Ausbeutungssystem kräftig unterstützt (Mietzuschuss, Sozialhilfen, Lohnaufstockungen usw.).

 

Gegen den künstlich erzeugten Meinungstrend - Streitschriften gegen gezielt gestreute Vorurteile und Irrlehren:
Die Bücher von Manfred Julius Müller …



Nur noch wenige Tage:
Totalausverkauf bei Foto-Müller!
Fotoalben, Bildpräsentation Fotozubehör (Filter, Taschen, Stative) und Fotolabaor-Artikel zu Spottpreisen. Zur Startseite von Foto-Müller, Flensburg