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Der Fluch der langen Lieferketten …

Warum hat China die Corona-Krise so schnell überwunden?

19. Oktober 2020: In den Fernsehnachrichten wird vermeldet, dass China die Coronakrise bereits wirtschaftlich bewältigt hat. Das BIP Chinas fiel trotz des schlechten 2. Quartals in den ersten neun Monaten insgesamt höher aus als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Eine Begründung für dieses Phänomen wurde aber nicht gegeben. Die möchte ich hiermit nachliefern.

1. Die chinesische Wirtschaft befindet sich anders als die übrige Welt weitgehend in einem geschlossenen Kreislauf. Alles, was für ein komplexes Produkt benötigt wird, kann (bis auf manche Rohstoffe) im eigenen Land hergestellt werden. Deutsche Hersteller befinden sich dagegen zumeist in der Abhängigkeit von ausländischen Zulieferern. Daher stockt die Produktion, wenn die eine oder andere Bagatell-Komponente (Schrauben, Scharniere usw.) nicht lieferbar ist bzw. verzögert eintrifft. Hier zeigt sich wieder, wie gefährlich die Just-in-Time-Ideologie ist. Unser Staat darf in solchen Fällen über das Kurzarbeitergeld einspringen (also haften für das schlechte System). Wegen seiner Unabhängigkeit von ausländischen Zulieferern kann China in Corona-Zeiten seine Marktanteile in vielen Bereichen festigen und ausbauen.

2. Der zweite Faktor: Chinas Wirtschaftswachstum betrug in den letzten Jahren jeweils mindestens sechs Prozent. Wenn es 2020 nun wegen Corona auf ein Prozent sinkt, liegt es immer noch im positiven Bereich, selbst wenn es um fünf Prozent niedriger ausfällt als gewöhnlich. Da es in den westlichen Industrienationen aber schon seit langem kein nennenswertes echtes Wirtschaftswachstum mehr gibt, rutscht man dort in der Krise sofort in den Negativzone.

3. Das Chinas Wirtschaft bereits wieder in Fahrt kommt, hängt sicher auch mit den großzügigen chinesischen Infrastruktur-Konjunkturprogrammen zusammen. Ohne diese befände sich selbst China noch in einer Rezession.

 

 

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"Die Corona-Krise beweist einmal mehr, wie abartig lange länderübergreifende Lieferketten sind. Auch die Ausbreitung einer Pandemie war angesichts der Radikalisierung der Globalisierung nur eine Frage der Zeit." (Manfred Julius Müller)

 

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Impressum
© Manfred Julius Müller (unabhängiger, parteiloser Wirtschaftsanalyst und Publizist).

Flensburg, 20. Oktober 2020.

 

"Welchen Wert haben Debatten über die Zukunft Deutschlands, wenn das Phänomen der seit 1980 sinkenden Reallöhne und Renten ignoriert wird?" Wie will man die Coronakrise bewältigen, ohne die Grundsatzfehler der Vergangenheit aufzuarbeiten?

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Nullzinspolitik, Billiggeldschwemme, Unterwanderung der Demokratie, oftmalige Besserstellung zugereister Hartz-IV-Familien gegenüber Erwerbstätigenhaushalten, gelebter Radikalismus, die Instrumentalisierung der "Weltoffenheit", Hilflosigkeit bei der Abschiebung, eine aufdringliche (rassistische) Erbschuldideologie, die Verteufelung der Opposition, eine konzernfreundliche Politik, die Manifestierung des globalen Lohn-, Steuer-, Öko- und Zolldumpings etc. etc. haben dazu beigetragen, dass in Deutschland trotz enormer produktiver Fortschritte die Reallöhne und Renten seit 1980 sinken, die Arbeitslosenzahlen sich seit Anfang der 1960er verzwanzigfacht haben und Hunderttausende Biodeutsche jährlich unser Land verlassen.