Translater:

 

Trügerische Inflationsraten!

Durch Kleinrechnung der Inflationsrate fallen die Reallohneinbußen niedriger aus.

Die Berechnung der Inflationsrate ist ein Mysterium. Kein normaler Erdenbürger kann sie nachvollziehen. Dabei ist sie von hoher politischer Relevanz. Denn je geringer die Inflationsrate (offiziell) ausfällt, desto besser für die Lohnentwicklungsbilanz. Es kann ein Wohlstandsanstieg vorgegaukelt werden, der gar nicht existiert. Zudem hilft eine schöngerechnete Inflationsrate den Arbeitgeberverbänden bei den jährlichen Lohnverhandlungen. Und, was noch viel wichtiger ist: Die EZB nutzt die scheinbar niedrige Geldentwertung als Legitimation für ihre hochriskante Billiggeldschwemme (die die Gesetze der Marktwirtschaft aushebelt).

 

Die Preisentwicklung eines undurchsichtigen Warenkorbes bestimmt die Inflation.
Doch wer weiß schon, was dieser Warenkorb alles beinhaltet, wie umfassend er ist und auf wen er überhaupt einigermaßen zutrifft. Denn aus dem Warenkorb wird ein großes Geheimnis gemacht. Angeblich soll er sich aus 750 verschiedenen Waren und Dienstleistungen zusammensetzen - was aber hinter den Kulissen wirklich geschieht, weiß außer den eingeweihten Statistikern niemand.
Hier in Schleswig-Holstein wurden zum Beispiel die Grunderwerbssteuern (die beim Hauskauf anfallen) in der letzten Legislaturperiode um über 100 Prozent angehoben. Nun will man auch noch eine Pferdesteuer einführen und die jährlich anfallende Grundsteuer auf Immobilien soll in Flensburg jetzt auch noch um ca. 50 % angehoben werden (um die Kitas zu finanzieren). In meiner Heimatstadt Flensburg explodierten in den letzten Jahren bereits die Kosten für die Fernwärme und den Strom. Dies ist um so überraschender, da doch der Rohölpreis sich im gleichen Zeitraum halbiert hat.
Gerade der Verfall der Gas- und Rohölpreise hat offiziell die Inflationsrate auf eine Jahresrate von derzeit 0,4 Prozent gedrückt. Was aber hat der Verbraucher davon (für mich macht sich das nur minimal an der Zapfsäule bemerkbar). Unterm Strich gebe ich für meinen Energiebedarf heute ca. 20 Prozent mehr aus als vor fünf Jahren (obwohl die Rohölpreise sich halbiert haben).

Nun wird immer wieder betont, die Inflationsrate könne halt nur Durchschnittswerte ermitteln, individuell betrachtet falle sie für jeden Bürger unterschiedlich aus. Doch ich traue dem Frieden nicht. Denn sehr viel anders als in Flensburg werden die Verhältnisse im übrigen Deutschland nicht sein. Wenn ich zum Beispiel an die Entwicklung der Immobilienpreise und der Mieten denke - wo und wie schlägt sich das in der Inflationsrate wieder? Wohnhäuser und Eigentumswohnungen sind in den letzten Jahren um bis zu 100 % teurer geworden (vor allem in den Ballungsgebieten). Aber die Geldentwertung scheint das nicht sonderlich zu tangieren. Auch die Mieten bewegen sich kontinuierlich nach oben. Befinden sich Immobilien und Mietwohnungen womöglich gar nicht im sagenumwobenen Warenkorb? Das darf doch wohl nicht sein.
Die Mieten steigen aber noch aus einem anderen Grund: Wegen der durch die Billiggeldschwemme herbeigeführten Niedrigzinsen und der staatlichen Förderungs- und Subventionspolitik wird renoviert bis zum Gehtnichtmehr. Die begehrten einfacheren, preisgünstigen Wohnungen werden immer rarer und viele Mieter müssen nun notgedrungen auf teure "Komfort"wohnungen zurückgreifen, die sie sich eigentlich gar nicht leisten können und wollen. Es ergeben sich aus diesem Trend für Millionen Haushalte extreme finanzielle Verschlechterungen - aber die Inflationsstatistik bleibt davon unberührt.

Auf der anderen Seite verursacht die Billiggeldschwemme hohe Einkommensverluste bei allen Leuten, die sich fürs Alter etwas aufgespart haben. Nicht einmal mehr die mickrige offizielle halbprozentige Inflationsrate wird über Zinseinkünfte ausgeglichen. Der Schaden scheint mir in Wirklichkeit aber weit höher, da ich die jährliche durchschnittliche Inflationsrate nicht auf 0,4, sondern eher auf drei bis vier Prozent taxiere. Die schleichende Enteignung verläuft also weit dramatischer als angenommen.
Und zusätzlich wächst mit der Billiggeldschwemme auch noch das Risiko eines Totalverlustes - wie weite Teile der deutschen Bevölkerung ihn bereits Anfang der 1920er Jahre und nach dem 2. Weltkrieg erlebt haben. Wann kippt das Vertrauen in den widersprüchlichen Euro, kommt es zu einem Crash? Zahlreiche Finanzexperten fürchten bereits das Schlimmste.

 

Steigende Krankenkassenbeiträge …
Nicht nur die Beitragssätze zu den Sozialversicherungen werden angehoben - auch die Bemessungsgrenze steigt kontinuierlich. Und so leiden viele sogenannte Besserverdiener unter einem Doppeleffekt: Obwohl ihre Einkommen von Jahr zu Jahr sinken, steigen ihre Abzüge und Beiträge überproportional. Was sagen die klugen Inflationsstatistiker dazu? Vermutlich nichts.

 

Die Nichtachtung von Qualitätseinbußen …
Seriös lässt sich nur Gleiches mit Gleichem vergleichen. Doch der technologische Fortschritt und neue Produktionsverfahren sorgen in vielen Bereichen für eine Verbesserung der Produkte. Autos, Fernseher und Computer sind heute besser und leistungsstärker als früher. In die Inflationsrate einpreisen lässt sich dieser Effekt kaum, weil er auch dem Sinn der Berechnung widersprechen würde. Es soll schließlich nicht der technische Fortschritt erfasst werden, sondern die Veränderung der Kaufkraft.
Der Wert eines Produktes ist eh relativ. Eine Spiegelreflexkamera war zwar zur anlogen Zeit (als noch mit Filmen fotografiert wurde) weniger leistungsfähig - das Endprodukt (das Foto) hatte aber einen ganz anderen Stellenwert. Ein gutes Foto hatte damals etwas Besonderes, war ein wertvolles Zeitdokument und genoss dementsprechend eine hohe Aufmerksamkeit. Mit der heutigen Bilderflut hat sich der ideelle Wert rasant vermindert, selbst ein gutes Foto findet kaum noch Beachtung. Zumal heute auch leicht Zweifel an der Echtheit einer Aufnahme aufkommen - weil die Manipulationsmöglichkeiten so einfach geworden sind.

Nicht weniger zweifelhaft ist die Steigerung der Leistung bei Computern. Meine 15 Jahre alten Geräte reichen mir vollkommen, es gibt keine Neuerungen, die ich brauche oder nutze. Trotzdem werde ich indirekt genötigt (erpresst), mir alle paar Jahre einen neuen Rechner anzuschaffen - weil ich viele Internetseiten mit meinen alten Computern nicht mehr öffnen kann (es dabei sogar zum Abbruch kommt).
Das Problem: Mit den neuen Geräten lassen sich meine alten Programme nicht mehr verwenden. Für sie gibt es keine Updates, auch weil manche Softwareunternehmen gar nicht mehr existieren. Mein sauteures, professionelles Textprogramm "Pagemaker" zum Beispiel, mit dem ich wirklich alles anstellen kann (welches ich auch zur Satzherstellung meiner Bücher verwende), läuft auf neuen Computern nicht mehr. Ich muss mir nun für einige tausend Euro ein neues professionelles Textprogramm zulegen (was nicht mehr leistet als mein altes), das neue Programm erlernen und meine alten Texte zeitaufwendig umfriemeln.
Meinen persönlichen Schaden (wenn ich den Zeitaufwand einrechne) schätze ich allein für dieses eine Programm auf 10.000 Euro. Da drückt also die Evolution bei Computern die Inflationsrate nach unten, obwohl mir (und vielen Leidensgenossen) hohe Zusatzkosten, Stress und Ärger entstehen und ich, wie gesagt, die neuen Computer eigentlich gar nicht bräuchte.

Auch der Vergleich beim Autofahren hinkt gewaltig. Zwar sind die heutigen Autos besser als vor 30 oder 40 Jahren - das Fahrvergnügen hat dennoch rapide gelitten. Damals fuhr ich in Schleswig-Holstein auf fast leeren Autobahnen - heute reiht sich ein Stau an den anderen und auch die Städte sind inzwischen ein einziger Hindernisparcours.

Bezüglich der Wohnqualität sieht es oft nicht besser aus. Der lärmende Straßenverkehr ist in vielen Gegenden kaum noch auszuhalten, ebenso wie die Verspargelung der Landschaft durch Windparks. Möchten Sie in der Nähe einer großen Windkraftanlage wohnen? All diese Nachteile finden in der Inflationsberechnung keinen Wiederhall.
Eine Verschlechterung der Lebensqualität zeigt sich auch bei der Nahversorgung mit Lebensmitteln. Die meisten Menschen sind heute auf ein Auto angewiesen, weil es den berühmten Tante-Emma-Laden um die Ecke nicht mehr gibt.

Apropos Handel: Der ruinöse Verdrängungswettbewerb (resultierend aus der Aufhebung der Preisbindung) hat zwar wie gewünscht die Inflationsrate etwas gedrückt - aber zu welchem Preis? Das bequeme, sorgenfreie Einkaufen gehört inzwischen der Vergangenheit an. Der Normalbürger investiert (vergeudet) heute einen Teil seiner kostbaren Freizeit mit Preisrecherchen (um ja nicht zu viel zu bezahlen). Und der Handel ist gezwungen, die Republik Woche für Woche mit einer Flut von Werbeprospekten zu überschwemmen (kostenmäßig nicht gerade sinnvoll).
Inzwischen ist der Preiskampf im Internet derart eskaliert, dass es im technischen Bereich kaum noch Waren gibt, die nicht weit unter Einkaufspreis feilgeboten werden. Im Endeffekt setzen sich vermutlich nur solche Versender durch, die mit illegalen Methoden arbeiten (zum Beispiel über sogenannte Karusselgeschäfte die Mehrwertsteuer hinterziehen). Denn keine Firma kann auf Dauer vom Zusatz leben.

Fazit: Wenn es um Qualitätsverbesserungen geht, sind die Statistiker schnell dabei, dies in die Berechnung einfließen zu lassen - weil es die Inflationsrate wie gewünscht nach unten drückt. Umgekehrt aber werden die deutlichen Verschlechterungen nicht eingepreist (falls sie überhaupt bemerkt werden). Leider fehlt es überall an Transparenz. Kein Außenstehender weiß, wie sich der imaginäre Warenkorb, der die Basis für die Berechnung bildet, zusammensetzt und wie die Inflationsrate ermittelt wurde. Ich weiß nur soviel: Der Staat hat ein Interesse daran, die Inflationsrate kleinzurechnen. Denn so lässt sich ein schöner Wohlstandsanstieg vortäuschen, der tatsächlich nicht vorhanden ist. Es scheint alles im Lot zu sein ("Uns geht es doch gut und es wird immer besser.").

 

Der "geniale" Trick: 2002 erfolgte die Einführung der hedonischen Inflationsberechnung …
Durch diese klammheimliche Umgestaltung konnte die Inflationsrate trickreich gesenkt werden. Denn von 2002 an wurde in Deutschland der stete technologische Fortschritt mit eingepreist. Wenn zum Beispiel der Preis eines Smartphones sich im Laufe von zehn Jahren um 50 % erhöht, kann so getan werden, als hätte er sich um 50 % verbilligt. Weil sich schließlich die Leistung des Smartphones verbessert hat. Sein Speichervermögen ist größer, die Kamera hochauflösender, der Akku haltbarer, es gibt mehr Anwendungsmöglichkeiten usw. Diese scheinbare Verbilligung technischer Geräte (obwohl sie eigentlich teurer wurden) drückt die offizielle Inflationsrate drastisch nach unten.
Mit diesem Trick (Veränderung der Berechnungsgrundlagen) kann den Bürgern jetzt so richtig Sand in die Augen gestreut werden. Die künstlich kleingerechnete Inflationsrate erlaubt "Währungshütern" die Nullzinspolitik und Billiggeldschwemme und sorgt gleichzeitig für bescheidene Lohnabschlüsse, die zwar oft einen kleinen Kaufkraftanstieg vortäuschen, in Wahrheit aber das Gegenteil bewirken. Die Veränderung der statistischen Berechnungsgrundlagen finden wir inzwischen in vielen Bereichen (zum Beispiel auch bei der Feststellung der amtlichen Beschäftigungs- und Arbeitslosenzahlen). Sie vernebeln die Realitäten und bescheren Regierungsparteien die gewünschten geschönten Ergebnisse (mit denen sie die nächste Wahl gewinnen können).

 

Was macht das ewige Preisdumping mit uns?
Wie verändern stete Preissenkungen das Kaufverhalten? Das absurde Preisdumping im Modebereich zum Beispiel drückt im erheblichem Maße auf die Inflationsrate. Aber ist das überhaupt eine positive Entwicklung, beschert sie den Verbrauchern einen wahren Mehrwert?
Heute gibt es Fast Fashion für einen Bruchteil des noch vor 30 Jahren üblichen Preises. Weil in fernen Staaten Umwelt- und Arbeitsbedingungen keinen hohen Stellenwert genießen und Arbeitssklaven unter widrigsten Umständen ausgebeutet werden. Die Billigklamotten sorgen dafür, dass der Konsument ständig auf der zeitraubenden Jagd nach Schnäppchen ist. Statt einhundert Mal wird ein Kleidungsstück heute im Schnitt nur noch sieben Mal getragen. Auch weil die Qualität der Ware infolge des globalen Preisdrucks enorm abgenommen hat. Der wohlerzogene Modekonsument fühlt sich heute genötigt, sein Outfit ständig zu verändern - um ja nicht dumm aufzufallen.
Das absurde Preisdumping führt die Menschheit in eine Sackgasse. Die Spirale des unstillbaren Anspruchsdenkens, des anerzogenen Konsumzwangs, gaukelt uns eine Wohlstandssteigerung vor, die in Wirklichkeit keine ist und in neue Abhängigkeiten führt. Würde über angemessene Importzölle das globale Unterbietungssystem in seine Schranken verwiesen, wäre die Inflationsrate zwar höher, aber das Lebensgefühl ein ganz anderes und viel entspannter sein. Man könnte wieder Kleidungsstücke hoher Qualität "auftragen", ohne sich rigendwie rechtfertigen oder schämen zu müssen. Im vollen Bewusstsein, umweltschonend zu leben und nicht auf Kosten der Natur und der Lebensbedingungen in den Billiglohnländern.

 

Es geht auch um die Wurst ...
Wie wenig aussagekräftig die offizielle Preisentwicklung ist, offenbart sich oft erst im Detail. Vergleichen wir zum Beispiel einmal die Qualität von Wiener Würstchen von einst (vor 50 Jahren) mit der von heute. Schon die Aufzucht der Tiere war damals ein ganz andere Sache. Eine Massentierhaltung gab es damals so gut wie nicht, Pharmazeutika wurden nur sparsamst eingesetzt (weniger Antibiotika, Wachstumshormone usw.). Aber auch die Wurstverarbeitung selbst hat sich grundlegend verändert. In der Wurst steckt heute mehr Salz und Chemie (damit sich die Würste lange halten, die Haut nicht schrumpelig wird und Arbeitsschritte eingespart werden können). Früher wurden die Würste noch aufwendig geräuchert, heute kommen künstliche Raucharomen zum Einsatz. Kurzum: Qualität und Geschmack haben sich verschlechtert - aber dies wird bei der Inflationsrate nicht berücksichtigt. Die Preise sind gesunken - nur das zählt.

Nicht viel anders verhält es sich auch beim Brot und Kuchen. Der Preis für Konditorstücke hat sich in den vergangenen 50 Jahren verzehnfacht, aber vermutlich befinden sich Konditorstücke gar nicht mehr im Inflations-Warenkorb, weil die Nachfrage (aufgrund der hohen Preise) deutlich gesunken ist. Stattdessen taucht im Warenkorb jetzt verstärkt Schokolade auf (die immer billiger wurde und die Inflationsrate nach unten drückt). Ebenso wie bei den Würstchen hat sich auch die Qualität der Konditorstücke im allgemeinen deutlich verschlechtert. Vor 50 Jahren gab es in Flensburg noch vier wirklich hervorragende Konditoreien, die sogar köstliche Buttercremetorten herstellen konnten. Heute gibt es in Flensburg nicht eine einzige Konditorei mehr (Buttercremetorten auch nicht) - und die teuren Konditorstücke der Bäckereien sind geschmacklich auf eher bescheidenem Niveau (sie schmecken kaum besser als die übliche Gefrierkost).

Nachtrag Dezember 2017:
Die Preise für Immobilien, Aktien, Rohstoffe und Edelmetalle (Gold) sind in den letzten Jahrzehnten regelrecht explodiert. Aber diese Preistreiber befinden sich nicht im Warenkorb. Die Folge: Die amtlich errechnete Inflationsrate hat mit der Realität kaum etwas zu schaffen. Das Täuschungsmanöver hat böse Folgen: Die normalen Selbstheilungskräfte des Marktes werden ausgeschaltet! Denn eine ehrliche (hohe Inflationsrate) würde automatisch äquivalente Lohnsteigerungen hervorrufen, die Schere zwischen Arm und Reich hätte nicht diese grotesken Züge angenommen. Und die teuflische Nullzinspolitik (die höchstwahrscheinlich in einer Katastrophe endet) hätte es auch nie gegeben.

 


Ihre Meinung zu diesem Artikel würde mich interessieren!
Fanden Sie den Artikel auf dieser Seite aufschlussreich und informativ? Bitte einfach den entsprechenden Link anklicken. Da Sie ja nirgends eingeloggt sind, bleibt Ihre Einschätzung vollkommen anonym. Und nun treffen Sie Ihre Entscheidung! Bitte nur eine Antwort anklicken.

Ja

Nein

teilweise

 

Eine herzliche Bitte: Sollte Ihnen dieser Artikel (http://www.anti-globalisierung.de/inflationsrate.html) gefallen haben, empfehlen Sie ihn bitte weiter. Denn nur die allgemeine Aufklärung der Bevölkerung ebnet den Weg für notwendige Veränderungen. Es dankt Ihnen Manfred J. Müller  

 

Lesenswert! Hintergrund & Analyse (alles werbefrei):
Der Niedergang Deutschlands. Warum sinken seit 1980 die realen Nettolöhne und Renten?
Und warum haben sich seit 1965 die Arbeitslosenzahlen verzwanzigfacht? Die wahren Ursachen für den schleichenden Niedergang Deutschlands.
"Das ist rückwärtsgewandtes Denken ..." (kurze Gegendarstellung)
Wirtschaft, Politik & Medien: Wie manipulativ ist unsere Informationsgesellschaft?
Analyse der Parteiprogramme zur Bundestagswahl 2021
Propaganda statt Aufklärung! Kasinokapitalismus statt Marktwirtschaft! Die verhängnisvollsten politischen Lebenslügen, die die Welt ins Chaos stürzen.
Kann es eine Demokratie ohne echte Opposition geben?
Wem nützt der stetig brodelnde globale Unterbietungswettbewerb?
Whatever it takes: Die wundersame Geldmaschine …
Globalisierung: Die 10 wichtigsten Seiten
Wie viele Wahrheiten gibt es?
Die Instrumentalisierung der Weltoffenheit

 

Startseite www.anti-globalisierung.de (mit langer Linkliste)
Impressum
© Manfred Julius Müller (unabhängiger, parteiloser Wirtschaftsanalyst und Publizist). Flensburg, Erstveröffentlichung
Oktober 2016

Manfred Julius Müller analysiert und kritisiert seit 40 Jahren weltwirtschaftliche Abläufe. Er ist Autor verschiedener Bücher zu den Themenkomplexen Globalisierung, Kapitalismus und Politik. Manche Texte von Manfred J. Müller fanden auch Einzug in Schulbücher oder werden zur Lehrerausbildung herangezogen. Die Texte & Bücher von Manfred J. Müller sind überparteilich & unabhängig! Sie werden nicht, wie es leider häufig der Fall ist, von staatlichen Institutionen, Global Playern, Konzernen, Verbänden, Parteien, Gewerkschaften, der EU- oder der Kapitallobby gesponsert! Auch nicht indirekt.

Einmal nachgehakt:

Wie glaubhaft ist die These vom Fachkräftemangel?
Mit zahlreichen Argumenten ließe sich das Märchen vom Fachkräftemangel widerlegen. Hier nur die wichtigsten drei:

1.
Einen Fachkräftemangel gibt es meist nur bei unzureichender Entlohnung. Dadurch wurden manche Berufe im Konkurrenzkampf zu anderen einfach zu unattraktiv. Mit Geld lässt sich alles regeln.

2.
Eine Zuwanderung aus dem Ausland löst das Problem des Fachkräftemangels nicht, sie verschiebt es nur in andere Bereiche. Eingereiste Pflegekräfte und Handwerker zum Beispiel können zwar notdürftig manche Lücken schließen (die in der Regel durch Unterbezahlungen entstanden sind), dafür werden an anderer Stelle aber weit größere Lücken aufgerissen. Dann fehlt es nämlich an Ärzten, Richtern, Juristen, Dolmetschern, Polizisten, Lehrern, an Wohnungen, Schulen, Straßen, Flugplätzen usw. - und natürlich auch an den Leuten, die die zusätzlich benötigten Wohnungen, Straßen, Krankenhäuser usw. finanzieren, planen und bauen müssen. Auch Zuwanderer leben nun einmal nicht von Luft und Liebe und müssen in allen Bereichen versorgt werden.
Die Gesamtbilanz ist negativ, weil Zuwanderer im Schnitt einen weit höheren Versorgungsaufwand erfordern (Betreuer, Sozialarbeiter, Dolmetscher) und die Beschäftigungsquote der Zugereisten deutlich schlechter ist als bei den Einheimischen. Fazit: Mit der Zuwanderung steigt der Fachkräftebedarf und damit auch der Fachkräftemangel ganz erheblich. Wer das nicht einsehen will, macht sich selber etwas vor.

3.
Angesichts von 2,7 Millionen offiziellen Erwerbslosen und
weiteren Abermillionen Menschen in der verdeckten Arbeitslosigkeit ist die Proklamation des Fachkräftemangels eh der reinste Hohn. Hier zeigt sich wieder: In schlecht bezahlten Berufen ist Arbeit zu unattraktiv! Hartz-IV-Haushalten geht es oft besser als Durchschnittsverdienern.

 

Der Fachkräftemangel entsteht erst durch die Zuwanderung!
Unserer Bevölkerung wird vor allem über das Staatsfernsehen ein falsches Weltbild vermittelt. Weil man das dichtbesiedelte Deutschland unbedingt in ein Einwanderungsland umwandeln will und dabei vielerlei Lobbyinteressen eine gewichtige Rolle spielen. Dabei sollte es doch einleuchten, dass erst die hohe Zuwanderung das Lohndumping ermöglicht. Seit 1980 sinken nämlich in Deutschland die realen Nettolöhne und Renten - oder will das jemand etwa auch noch abstreiten?

 

Die Marktwirtschaft wird ausgehebelt!
Die scheinheiligen Wirtschaftsexperten(lobbyisten) berufen sich zwar immer noch auf die Marktwirtschaft - obwohl diese doch durch die Niederlassungsfreiheit und die offenen Zollgrenzen weitgehend abgeschafft wurde. Eine echte Marktwirtschaft funktioniert nur in einem intakten Binnenmarkt mit gleichen Löhnen, Steuern usw. Diese Grundbedingungen werden aber schon lange nicht mehr erfüllt.
Deshalb geht es uns trotz erheblich gestiegener Leistungsanforderungen (Leistungsverdichtung) heute schlechter als 1980. Und deshalb kann der völlige Zusammenbruch offenbar nur noch über eine Billiggeldschwemme verhindert werden (null Prozent Guthabenzins, obwohl die gewerblichen Erzeugerpreise in Deutschland im Oktober 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 18 % gestiegen sind).

 

Falsche Preise führen zu einer fatalen Kettenreaktion …
Wenn Löhne zu niedrig (nicht marktgerecht) sind, kommt es oft zu unsinnigen Kräfteverschiebungen. Nur ein Beispiel: Billiglöhner bzw. Scheinselbständige im Versandhandel und der Logistik haben erheblichen Einfluss auf die Einkaufsgewohnheiten der Bürger. Man lässt sich jede Kleinigkeit per Versand liefern und die Innenstädte veröden. Im Prinzip ist diese Verschiebung kontraproduktiv. Sie funktioniert auch nur, weil der Staat über Subventionen das Ausbeutungssystem kräftig unterstützt (Mietzuschuss, Sozialhilfen, Lohnaufstockungen usw.).

 

Gegen den künstlich erzeugten Meinungstrend - Streitschriften gegen gezielt gestreute Vorurteile und Irrlehren:
Die Bücher von Manfred Julius Müller …



Nur noch wenige Tage:
Totalausverkauf bei Foto-Müller!
Fotoalben, Bildpräsentation Fotozubehör (Filter, Taschen, Stative) und Fotolabaor-Artikel zu Spottpreisen. Zur Startseite von Foto-Müller, Flensburg



Falls Sie ein Fotofan sind: Manfred Müller, Chef des Versandhauses Foto-Müller, bietet ein umfangreiches Angebot an Fotozubehör unter www.fotoalben-onlineshop.de, www.polfilter-polarisationsfilter.de, www.graufilter.de und www.versandhaus-foto-mueller.de