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Lässt sich die Globalisierung abschalten?
Die Profiteure der Globalisierung versuchen den Eindruck zu erwecken. als sei die Globalisierung etwas ganz Natürliches, ein Prozess, der nicht gebremst oder umgekehrt werden kann. Dass das Kapital diesen Irrglauben beharrlich nährt, ist verständlich, denn der Globalisierung verdanken sie nun einmal einen Großteil ihrer spektakulären Gewinne (Näheres). Aber glücklicherweise sind Lobbyisten-Propaganda und Wirklichkeit zwei völlig verschiedene Welten: Die Globalisierung lässt sich abschalten, bzw. zurückdrehen - und zwar auf vielfältige Weise...
1.
Keine Transportsubventionen! Mehrere Millionen Tote gibt es allein Jahr für Jahr weltweit durch diese transportbedingten Luftverschmutzungen, dazu addieren sich hunderte Milliarden Euro an Kosten für die Folgen der Gesundheitsschädigung, Frühverrentung, den Klimawandel, die Umweltbelastungen usw. Selbst
beim Lkw-Verkehr, bei denen immerhin Spritsteuern
und
Mautgebühren
anfallen,
werden noch gewaltig bezuschusst, weil diese Einnahmen nicht
annähernd die tatsächlichen Kosten abdecken. Gäbe es eine ehrliche Aufrechnung und Vergütung aller tatsächlich anfallenden Transportkosten, würden die Frachtraten grob geschätzt sich mindestens verdoppeln und die Globalisierung spürbar zurückgedrängt - auf das Niveau eines normalen Welthandels, wie es ihn früher einmal gegeben hat.
2.
Keine Exportsubventionen! Auch die allgemeine Subventionierung des Containerschiffbaus usw. sind im Grunde widernatürlich wirkende Aufputschmittel, die den Welthandel künstlich aufblähen und die Gesetze der Marktwirtschaft aushebeln.
3.
Auch eine Wiederbelebung der Zölle wäre
möglich! Diesen Schritt kann jeder souveräne Staat allein gehen, in einem Tempo und Ausmaß, wie es ihm gerechtfertigt scheint. Wenn ein Staat sich nicht zu blöd dabei anstellt und behutsam vorgeht, braucht er auch keine großen Sanktionen von anderen Staaten fürchten. Denn wer sich genau umschaut, wird in vielen Ländern auf hohe Schutzzölle stoßen, ohne das dies groß auffällt oder publik gemacht wird. Außerdem schützen viele scheinbar liberale Staaten ihre eigene Wirtschaft mit einer Vielzahl von anderen protektionistischen Mitteln (Währungs-, Sozial-, Ökodumping, Korruption usw.), die in ihrer Wirkung sehr viel unsozialer, ungerechter und schädlicher sind als angemessene Importzölle. Wer partout keine neuen Zölle möchte (obwohl sie sich in Jahrtausenden hervorragend immer wieder bewährt haben) kann auch zu moderneren Methoden greifen - wie zum Beispiel einer Mehrwertsteuererhöhung zur Umfinanzierung der Sozialversicherungen. Aber dieses Thema ist so komplex, dass ich darüber eine gesonderte Abhandlung verfasst habe (Lohnkostenreform).
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"Welchen Wert haben Auseinandersetzungen über die Globalisierung und die wirtschaftlichen Probleme Deutschlands, wenn das herausragende Phänomen der sinkenden Reallöhne bei steigender Produktivität einfach ignoriert wird?"
Home (Eingangsseite www.anti-globalisierung.de) © Manfred J. Müller, Flensburg
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