Fridays for Future: Ist der Klimawandel eine Folge der Globalisierung?

Sicher ist die Globalisierung nicht alleinverantwortlich für den Klimawandel. Aber der absonderliche Warentourismus, ausgelöst durch das Lohn- und Ökodumping, zeigt verheerende Auswirkungen.

Man stelle es sich einmal bildlich vor: Täglich werden bei uns modernste Fabriken geschlossen, weil die Löhne zu hoch und die Umweltauflagen zu kostenträchtig sind. Und dann wird die Produktion in Ländern fortgesetzt, wo man die Menschen ausbeutet und sich um Umweltschutzauflagen kaum schert. Diese schäbige Vorgehensweise, die so gut wie nie angeprangert wird (weil der Zollfreihandel geheiligt wird), ist sicher eine der maßgeblichen Ursachen für den Klimawandel. Denn zum globalen Ökodumping gesellt sich ja noch ein zweiter wesentlicher Aspekt: Die Produktionsauslagerungen verursachen einen gigantischen Warentourismus! Die Zulieferketten werden immer länger und die Fertigwaren müssen letztlich dorthin, wo die zahlungskräftigen Kunden leben. Ein absoluter Wahnsinn!
Da wird der Bevölkerung eine nahezu unbezahlbare Energiewende aufgezwungen, werden Abgasrichtlinien im klimatisch unbedeutenden Deutschland ständig verschärft, werden wenig effiziente alternative Energien bis zum Exzess subventioniert - nur um vom absurden Ökodumping und Warentourismus abzulenken. Das Lkw-Aufkommen hat sich auf den deutschen Straßen in den letzten vier Jahrzehnten nahezu vervierfacht, obwohl die Kaufkraft der Bevölkerung gesunken ist. Selbst dieser alarmierende Widerspruch wird weder von der Politik noch von der Bevölkerung so richtig wahrgenommen.

 

Der Dumpingwettbewerb innerhalb der EU hat ähnliche Auswirkungen!
Auch innerhalb der EU besteht ein krasses Lohngefälle, das uns die bereits beschriebenen Produktionsverlagerungen und überflüssige Warentransporte beschert. Schön wäre, wenn Greta Thunberg und ihre Mitstreiter diesen Sachverhalt öffentlich anprangern würden.

 

Die Bevölkerungsexplosion erweist sich als größter Klimakiller!
Wenn schon unsere politisch korrekten Volksvertreter dieses vermeintlich heikle Thema immer wieder unter den Tisch kehren, so sollten doch die Fridays-for-Future-Demonstranten in dieser Hinsicht kein Pardon kennen und kein Blatt vor den Mund nehmen. Denn nur über Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit kann Naturschutz funktionieren und unser Planet gerettet werden.

 

Wie könnte ein nachhaltiger Klimaschutz aussehen?
Seit vielen Jahrzehnten wird uns vorgegaukelt, allein mit internationalen Abkommen könne eine Klimakatastrophe verhindert werden. Doch die angestrebte Einigkeit wird man wegen unterschiedlichster Staatsinteressen niemals hinbekommen. Man sieht doch bereits am Beispiel der "europäischen Solidargemeinschaft" (der EU), dass es nicht einmal dort gelingt, einheitlich hohe Steuern auf fossile und nukleare Brennstoffe festzulegen!
Durch sich schrittweise erhöhende Ökosteuern würde der Markt entscheiden, welche Zukunftstechnologien im Energiesektor sich letztlich durchsetzen (also am effizientesten sind). Mit den Einnahmen aus dieser Steuerquelle könnte das gesamte Gesundheitswesen finanziert werden (lohnverteuernde Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge würden dann entfallen). Und es würden Unsummen an Subventionen gespart, die derzeit Jahr für Jahr zur Förderung alternativer Energien verbraten werden (ohne zu wissen, ob sie am Ende markttauglich sind).
Ohne EU-Diktate und internationale Abkommen könnte jeder souveräne Staat eigenständig und schnell handeln und so für die Weltgemeinschaft zum leuchtenden Vorbild werden. Es bräuchte dafür nur einen wirklich intakten Binnenmarkt, der über Importzölle das gröbste Lohn- und Ökodumping abfedert.

 

Die Verlogenheit der öffentlichen Debatten…
Verlogen ist die Klimaschutzdebatte schon deshalb, weil über die wichtigsten Faktoren (Bevölkerungsexplosion und Warentourismus) aus ideologischen Gründen geschwiegen wird. Wie ehrlich sind Ökoparteien, wenn sie ihr ganzes Augenmerk auf engstirnige nationale Abgas- und CO2-Normen richten und meinen, über Verbote alles regeln zu können? Der Markt muss es richten! Der Staat muss über Ökosteuern technologische Innovationen forcieren und das unbedachte Konsumverhalten vieler Menschen ändern.
Bei hohen Spritpreisen würden sich zum Beispiel sparsame Autos durchsetzen, würde sich die Zahl der Pendler verringern, Warentransporte erheblich abnehmen (Verkürzung der Zulieferketten), der Trend zu immer größeren Wohnungen sich umkehren usw. Alles käme in Bewegung.
Es gibt kein besseres Regulativ als ein über Steuern gelenkter Markt!

Und weil es gerade wegen der Europawahl und dem Brexit aktuell ist: "Dient die EU dem Klimaschutz?". Nein, sicher nicht! Denn seit Jahrzehnten schaffen die EU-Bürokraten es nicht, sich auf einheitliche Ökosteuern zu einigen. Das krasse Lohngefälle innerhalb der EU führt zu Produktionsverlagerungen ins ferne Ausland, wodurch sich das Transportaufkommen vervielfacht. Auch die Niederlassungsfreiheit der EU-Bürger schadet der Umwelt. Oder ist es etwa ökologisch sinnvoll, wenn in Osteuropa Dörfer veröden, während im Westen die Großstädte aus allen Nähten platzen, sich viele Normalverdiener die Mieten vor Ort nicht mehr leisten können und weite Wege zur Arbeit in Kauf nehmen müssen?
Davon abgesehen: Ohne den ewigen EU-Dumpingwettbewerb würde es allen EU-Staaten wirtschaftlich besser gehen - die über Zölle geschützten Volkswirtschaften stünden weit weniger unter Preisdruck und damit wären auch überfällige Umweltschutzmaßnahmen finanzierbar.

 

Wie mit unseriösen Argumenten die Menschheit verdummt wird…
1. Die Verharmlosung der Übervölkerung!
Nachdem in Teilen des Bürgertums zunehmend der Zusammenhang zwischen Bevölkerungsexplosion und Klimawandel erkannt wird, versuchen Meinungsmacher-Profis, das unliebsame Argument zu entkräften. Sie geben vor, das Bevölkerungswachstum verlangsame sich bereits und werde in fünfzig oder achtzig Jahren seinen Höhepunkt überschritten haben. Danach werde die Weltbevölkerung also sinken.
Seit 40 Jahren kämpfen wir nun ganz bewusst gegen den Klimawandel! In dieser Zeit hat sich die Weltbevölkerung fast verdoppelt. Hätten wir bereits 1980 die hohen Geburtenraten als Hauptursachen für den Klimawandel benannt, wäre man heute ökologisch sicherlich viel weiter. Nachdem also der entscheidende Faktor vier Jahrzehnte fast vollkommen ignoriert wurde, übt man sich jetzt in Verharmlosung. Getreu dem Motto: "Problem erkannt, Problem gelöst. Alles gut!".
Aber nichts ist gut! Denn die weitere Zunahme der Weltbevölkerung um drei Milliarden Menschen (auf dann elf Milliarden) erweist sich ökologisch betrachtet als absolute Katastrophe. Unser Planet braucht in dieser Hinsicht kein Wachstum, sondern eine Gesundschrumpfung.
Es weiß doch heute niemand, ob es im Jahr 2070 oder 2100 tatsächlich zu einer Trendwende kommt. Denn eine hohe Kinderzahl gehört immer noch zum Selbstverständnis afrikanischer und arabischer Kulturen. Warum sollten sie ihre Traditionen ändern, wo doch viele unserer Politiker und Medien täglich suggerieren, man müsse übervölkerte Staaten durch die Aufnahme von Asylanten und Zuwanderern entlasten?
Daten zur Weltbevölkerung: Um 1900 gab es ca. 1,5 Milliarden Menschen, 1950 waren es 2,5 Milliarden, heute sind es 7,6 Milliarden. Für das Jahr 2100 rechnet man mit 10-11 Milliarden.

2. Die Ignoranz der Zollwirkung!
Der globale Dumpingwettbewerb zwingt zu ewigen Kosteneinsparungen - auch beim Umweltschutz. Koppelt sich aber ein Staat über angemessene Zölle vom ausländischen Konkurrenzdruck ab, kann die so geschützte Volkswirtschaft auch teure Umweltmaßnahmen verkraften. Denn sie ist dann relativ autonom und damit unabhängig vom importierten Preisdruck und von ausländischen Märkten.
Im Umkehrschluss gilt: Will man weiterhin an der allgemeinen Ächtung des Zolls festhalten, führt fast jede staatliche Umweltmaßnahme zu einer Verschlechterung der Wettbewerbssituation. Der staatlich verordnete Klimawandel wird dann weitere
Lohn- und Renteneinbußen sowie weitere Bilanzierungstricks bei den Erwerbslosenzahlen erfordern.

3. Umstellung des Verbraucherverhaltens!
Auch die notwendige Umstellung des Verbraucherverhaltens gelingt besser, wenn die eigene Volkswirtschaft weniger stark mit anderen Staaten vernetzt ist. Ein Land, das sich dem globalen Dumpingwettbewerb verschrieben hat, muss bei jeder Umweltmaßnahme fürchten, an Wettbewerbsfähigkeit einzubüßen.
Ein souveräner Staat genießt auch in dieser Hinsicht weit mehr Freiheiten, er ist damit also viel handlungsfähiger. Die globalisierte Welt führt dazu, dass sich die Untugenden der Neuzeit (Wegwerfgesellschaft) gewissermaßen als neuer Lebensstil weltweit durchsetzen. Wer echten Klimawandel will, muss auch in dieser Beziehung umdenken!

4. Was bringen nationale Alleingänge?
Deutschland ist für etwa zwei Prozent des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich. Insofern relativieren sich natürlich alle deutschen Aktivitäten. Das Weltklima wird damit kaum beeinflusst. Wenn aber ein relativ selbstbestimmtes, unabhängiges Deutschland den Beweis liefert, dass man trotz eines hohen Lebensstandards sich eine verantwortungsbewusste Umweltpolitik leisten kann, wird unser Beispiel Schule machen. Erfolgreiche Strategien sind noch immer von anderen Staaten aufgegriffen worden.

5. Benachteiligung der ländlichen Bevölkerung!
Viele Lobbyisten kommen aus ihrem eingeengten Denkkorsett einfach nicht heraus. So fürchten sie zum Beispiel, bei einer deutlichen Erhöhung der Mineralölsteuer "werde die ländliche Bevölkerung benachteiligt".
Sie meinen das, weil sie wie gewohnt den Status quo als weitgehend unveränderliche Referenz betrachten und die langfristigen Veränderungen einer steuerlichen Lenkungsmaßnahme kaum berücksichtigen. Denn eine deutliche Erhöhung der Ökosteuer verändert allmählich das gesamte wirtschaftliche Beziehungsgeflecht. Der Zentralisierungswahn der Vergangenheit (in Flensburg gibt es zum Beispiel nicht einmal mehr eine Meierei, einen Schlachthof, eine Zeitungsdruckerei usw.) war Folge der Verbilligung der Transportkosten.
Kommt es nun zu einer Gegenbewegung, werden viele kleinere Orte und Mittelstädte wieder aufblühen. Weil die Betriebe in den Großstädten letztlich die höheren Kosten der Pendler kompensieren müssen. Der Run auf die Megacities wird abebben. Wenn ich zum Beispiel daran denke, warum sich ausgerechnet ortsungebundene Callcenter in den 1-A-Lagen der Großstädte ausbreiten müssen, kann ich nur den Kopf schütteln. Gut erhaltene Wohnkomplexe in abgehängten "Geisterstädten" werden abgerissen - und in Hamburg, München und Berlin explodieren die Mieten. Weil der offene Weltmarkt nicht mehr funktioniert! Weil fehlende Zollgrenzen und eingeschleuste Billiglöhner (EU-Niederlassungsfreiheit) das Prinzip der sozialen Marktwirtschaft de facto abgeschafft haben.

6. "Ökosteuern erhöhen die Lebenshaltungskosten!"
Das ist wieder einmal so ein typisches Fake-Argument, um die Menschen ins Boxhorn zu jagen (sie in Panik zu versetzen). Denn die Einnahmen aus den Steuern werden nicht im Bodensee versenkt und die darf auch nicht der Finanzminister auf sein privates Konto verbuchen. Die Ökosteuern helfen, die Sozialversicherungsbeiträge abzusenken und den bestehenden Subventionszirkus einzudämmen. Ökosteuern stärken marktwirtschaftliche Kräfte und erschweren unrentable Automatisierungen (die sich bislang nur rechnen, weil der Faktor Arbeit über Sozialabgaben unbotmäßig verteuert wird). Insgesamt betrachtet wirken Ökosteuern also wohlstandsfördernd.
Aber nochmals: Die positiven Wirkungen entfalten sich nur in einem intakten Binnenmarkt* (mit gleichen Löhnen und Steuern), der über Zölle vom ausländischen Dumpingsystem geschützt wird. Will man keine Zölle, so muss man sich auch den Klimaschutz weitgehend abschminken. Weil Volkswirtschaften, die dem globalen Preisdruck unterliegen, sich teure Sondertouren kaum leisten können.
*Die EU ist leider das genaue Gegenteil eines intakten Binnenmarktes. Gigantische Lohn- und Steuerunterschiede prallen dort mit aller Heftigkeit aufeinander. Das ist ökonomisch und ökologisch der reinste Wahnsinn.

 

Proteste allein retten die Welt nicht, man muss schon konkrete Konzepte vorlegen!
Und bei dieser Aufarbeitung kann es nicht nur um den Klimawandel gehen! Es liegt so vieles im Argen: Die Massenarbeitslosigkeit, das globale Lohndumping, das Steuerdumping (die Steueroasen), die Exportabhängigkeit. Selbst in Deutschland sanken seit 1980 die realen Nettolöhne und Renten. Und es vervielfachte sich auch hier die Zahl der Arbeitslosen und prekär Beschäftigten.

Es ist höchste Zeit zur Umkehr, da haben die Freitagsdemonstranten recht!
Denn lange wird der Trick mit der konjunkturbelebenden Billiggeldschwemme nicht mehr funktionieren. Jederzeit kann das Kartenhaus des globalen Finanzkasinos kollabieren. Würde die kapitalfreundliche Verschleierungspropaganda entzaubert und eine sachliche Debatte über die schwerwiegenden Probleme unserer Zeit losgetreten, ließen sich mit behutsam durchgeführten Veränderungen umwälzende Reformen einleiten (die als Folge auch den Klimawandel stoppen).
Dazu wären nicht einmal internationale Abkommen notwendig. Jeder souveräne Staat könnte eigenständig handeln und sich aus der Zwangsjacke der einschnürenden globalen Abhängigkeiten befreien.
Daraus entstünde weltweit ein offener Wettbewerb über das beste Staats-, Demokratie- und Wirtschaftsmodell. Alles nachzulesen im neuen Kontrabuch (als leicht verständliche Zusammenfassung).

 

Nachtrag 26. August 2019:
Warum wird der südamerikanische Regenwald abgefackelt?
Welch verheerende Folgen der zollfreie globale Dumpingwettbewerb hat, zeigt sich derzeit im Amazonasgebiet. Im größten Regenwald der Welt, der 20 % des globalen Sauerstoffs produziert, lodern derzeit 80.000 Feuer. Die meisten davon wurden bewusst gelegt, um durch Brandrodung neue landwirtschaftliche Nutzflächen zu erschließen. Die Irrlehre vom nahezu zollfreien Welthandel und der vielbeschworenen "internationalen Arbeitsteilung" hat dazu geführt, dass sich in Südamerika zu wenig eigenständige Industrien entwickelt haben. Um die vielen importierten Konsumartikel bezahlen zu können, müssen mit Gewalt Exportwerte geschaffen werden. Das geht nur über niedrigste Löhne und den Raubbau an der Natur. Der Regenwald wird weiter abgefackelt, um noch mehr Soja-Viehfutter und billiges Rindfleisch exportieren zu können.
Würden weltweit
Importzölle von etwa 30 % erhoben, würde das menschenfeindliche und ökologisch verwerfliche Ausbeutungssystem nicht greifen. Die Südamerikaner würden ihre Autos, Waschmaschinen, Textilien usw. weitgehend selbst herstellen und Industriestaaten wie Deutschland würden weit weniger Nahrungsmittel aus fernen Kontinenten importieren. Das Fleisch würde bei uns teurer werden, folglich würde auch weniger Fleisch gegessen oder weggeschmissen.

Das Beispiel südamerikanischer Regenwald verdeutlicht auch, wie wenig man sich in puncto Klimawandel auf andere Staaten verlassen kann. Vor allem, wenn diese Staaten wirtschaftlich nicht auf Rosen gebettet sind. Anstatt durch hohe Zuwanderungsraten die bereits extrem hohe Bevölkerungsdichte in Deutschland weiter anzukurbeln, sollten vielleicht lieber unsere Waldgebiete ausgebaut und besser geschützt werden. Hätte es in in der BRD seit Anfang der 1960er Jahre keine konzernfreundliche Einwanderungspolitik gegeben, würden heute in Deutschland statt 83 nur etwa 55 Millionen Menschen leben. Das bedeutet: Es gäbe viel weniger bebaute Flächen, weniger verstopfte Straßen, weniger Flugplätze usw. Dafür gäbe es mehr Natur und Biotope. Wäre das so furchtbar, auch aus ökologischer Sicht?

 

Nachtrag 20. September 2019:
Das Klimapaket bitte nicht gleich schlechtreden!
Heute hat die deutsche Bundesregierung nach hartem Ringen das Klimapaket verabschiedet. Und ich muss sagen: Nach meiner ersten Einschätzung kann sich das Ergebnis durchaus sehen lassen. Natürlich ließen sich manche Oppositionsparteien (allen voran die Grünen) es nicht nehmen, heftige Kritik zu üben. Es hieß: Die Beschlüsse seien viel zu bescheiden ausgefallen, es hätte an Mut gefehlt.
So etwas lässt sich immer leicht sagen. Vergessen wird dabei, dass gerade ein exportabhängiges Land seine internationale Konkurrenzfähigkeit wahren muss. Heute haben in Deutschland etwa 1,4 Millionen Bürger für "Fridays-for-Future" demonstriert. Würden die Arbeitslosenzahlen wegen zu hoher Energiepreise und Umweltauflagen aber in die Höhe schnellen, würden weit mehr Demonstranten aufbegehren. In einer Demokratie lassen sich nun einmal Extrempositionen schwerlich durchsetzen. Eine demokratische Regierung muss die Bevölkerungsmehrheit hinter sich wissen.

Drastischere Umweltschutzmaßnahmen wären möglich, würde sich Deutschland über eine schrittweise Anhebung der Zölle von seiner Exportabhängigkeit lösen. Aber auch ein solcher Wandel braucht seine Zeit und lässt sich nicht mit der Brechstange erzwingen. Parteien die vorgeben, ohne Abnabelung vom globalen Dumpingsystem (ohne Zollanhebung) ökologisch mehr machen zu können, halte ich für wenig glaubwürdig. Man sollte nicht vergessen, dass Deutschland bereits jetzt in der Umweltpolitik eine Vorreiterrolle spielt und dass die heute beschlossenen Maßnahmen sicher nicht das Ende bedeuten, sondern erst den Anfang einer neuen Ära einläuten.
Wer mehr fordert, sollte sich ehrlich machen: Das Hauptproblem beim Klimawandel ist und bleibt die rasante Zunahme der Weltbevölkerung!
Auch die nationalen deutschen Klimaziele ließen sich einfacher erreichen, müsste unser ohnehin schon dichtbesiedeltes Land nicht Jahr für Jahr einen Zuwanderungsüberschuss von einigen Hunderttausend Personen verkraften (wegen der Asylanten und der EU-Niederlassungsfreiheit). Ein eingewanderter Afrikaner wird seinen ökologischen Fußabdruck (CO2-Verbrauch) durch sein Leben im Sozialparadies im Durchschnitt verzehnfachen. Wo sind die "mutigen" Grünen, die das eingestehen? Wo sind die beherzten Umweltschützer, die sich für eine Senkung des Kindergeldes einsetzen würden? Nur zur Erinnerung: In den Wirtschaftswunderjahren Anfang der 1950er haben alleinverdienende Väter ihre vielköpfige Familie in der Regel
ohne Kindergeld und Sozialhilfen ernährt. Das ging!
Ein ehrlicher Ökoschützer sollte sich auch für die
Einschränkung des Fleischverzehrs, die Reduzierung der Pendlerpauschale, die Erhöhung der Lkw-Maut, ein Verbot Strom vergeudender Kryptowährungen, Suchmaschinen-Fakes usw. einsetzen. Aber konkrete Zumutungen werden im politischen Geschäft nicht gerne benannt. Politiker und Parteien wollen schließlich wiedergewählt werden. Auch die Grünen! Aus der Opposition heraus eine Traumwelt vorzugaukeln ist unanständig.

 

Nachtrag 23. September 2019:
Die Natur wird zurückschlagen!
Wird Deutschland seine Klimaziele erreichen? Laut Plan soll in Deutschland der CO2-Ausstoß in den nächsten 11 Jahren von 867 Millionen Tonnen auf 563 Millionen Tonnen reduziert werden. Bis zum Jahr 2050 will unser Land sogar klimaneutral sein.
Ehrlich gesagt - ich kann mir kaum vorstellen, dass diese ehrgeizigen Ziele erreicht werden. Weil die internationale Kapitallobby eine Abkehr vom lukrativen Zollfreihandel nicht zulassen wird! Deshalb wird der globale Standortwettbewerb munter weitertoben. Staaten, die sich zu viel Umweltschutz zumuten, werden ihre Konkurrenzfähigkeit einbüßen. Nach wie vor scheuen sich auch Politiker und Medien, die Bevölkerungszunahme als schwerste Hypothek anzuprangern. In den letzten 70 Jahren hat sich die Weltbevölkerung verdreifacht! Es soll mir keiner einreden, dies sei für den Klimawandel unerheblich.

Wenn aber die Menschheit nicht zur Einsicht kommt, wenn weiterhin an alten Irrlehren (Zollfreihandel) festgehalten und das Bevölkerungswachstum als unabänderlich hingenommen wird, wird der Klimawandel weiter fortschreiten. Die Lebensbedingungen werden sich dann global verschlechtern, die durchschnittliche Lebenserwartung wird sinken und auch die Zeugungsfähigkeit wird generell abnehmen. Wenn also die menschliche Vernunft versagt, wird eines Tages die Natur für eine automatische Korrektur sorgen.
Dass dieser Umbruch nicht friedlich verlaufen wird, dass es unter dem Dogma der naiven Weltoffenheit zu gewaltigen Völkerwanderungen kommen wird, sollte jedem klar sein. Ob es unter solchen Umständen in fünfzig oder hundert Jahren noch ein christlich geprägtes, liberales Deutschland oder Europa geben wird, scheint mir mehr als fraglich.

 

Nachtrag 8. Oktober 2019:
Ein weiteres Szenario …
Je unaufhaltsamer sich der Klimawandel weltweit bemerkbar macht, desto stärker werden Verteilungskämpfe und Schuldzuweisungen in den Fokus rücken. Staaten mit schlechter Umweltbilanz werden geächtet und bestraft, wobei endlich auch die Bevölkerungsentwicklung der einzelnen Länder zum Thema wird.
In diesem Zusammenhang könnte die Forderung aufkommen, die Einwohnerzahl langfristig über die Geburtenkontrolle auf das Niveau von 1950 zurückzuführen. 1950 lebten in Deutschland Ost und West ca. 65 Millionen Menschen, heute sind es etwa 84 Millionen. Wobei aber ein beeindruckender Wandel stattgefunden hat. So stellen zum Beispiel in Wohnungsnot-Großstädten wie Hamburg die Kinder und Jugendlichen mit ausländischen Wurzeln bereits die Bevölkerungsmehrheit, obwohl die Enkel hier geborener Migranten schon als Biodeutsche gezählt werden.
Auch aus diesem Blickwinkel heraus ist anzunehmen, dass die Tage der naiven Multikulti-Ideologie gezählt sind. Die Multikulti-Epoche dürfte in ein oder zwei Jahrzehnten als verhängnisvolle Irrlehre in die Geschichte eingehen, auf die man dann mit gleicher Fassungslosigkeit zurückblickt wie auf die nationalsozialistische Heilslehre Hitlers.
Die abschließende Gretchenfrage: Wäre für die Natur unseres Landes und für unsere Lebensqualität eine Einwohnerzahl von 50 oder 100 Millionen Menschen besser? In Schweden leben auf einem etwa gleich großen Territorium nur zehn Millionen Menschen. Ist das Engagement unseres Innenministers für die weitere Aufnahme von
Bootsflüchtlingen also wirklich durchdacht? Ist sie gar human und zielführend? Die Kapitallobby wünscht sich natürlich ein stetes Bevölkerungswachstum (= mehr Konsumenten). Und manche Politiker denken womöglich ähnlich kleinkariert. Denn ihr politisches Gewicht auf dem internationalen Parkett ist auch abhängig von der Wirtschaftskraft (Einwohnerzahl) des Landes.

 


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Lesenswert! Hintergrund & Analyse:
Der Gesinnungsjournalismus hat sich ausgebreitet!
Das Netzwerk neoliberaler Propaganda …
Fake News verbreiten immer nur die anderen!
Ist die Welt nur über den Zoll zu retten und brauchen wir auch innerhalb der EU wieder Zölle?

 

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Impressum
© Dieser Text ist die Zusammenfassung einer Studie des unabhängigen, parteilosen Wirtschaftsanalysten und Publizisten Manfred J. Müller aus Flensburg
.

 

Für die meisten Menschen wird es ein böses Erwachen geben!

• Weil das globale (durch den Abbau der Zölle entstandene) Lohn-, Öko-, Zins- und Steuerdumping auf Dauer nicht funktionieren kann!

Weil durch den Abbau der Zölle de facto die Marktwirtschaft abgeschafft und durch den unberechenbaren Kasinokapitalismus ersetzt wurde!

• Weil die Weltwirtschaft von der Billiggelddroge nicht mehr loskommt! Ein gigantischer Crash bahnt sich an. Und da alle exportabhängigen Staaten miteinander verflochten sind, kommt es dann zu einem fatalen Dominoeffekt.

Weil vermeintliche Gutmenschen ein falsches Anspruchsdenken geschürt und damit die christlich-moralischen Grundwerte auf den Kopf gestellt haben!

Weil viele Menschen aus fernen Ländern mit hohen Geburtenraten der irrigen Auffassung sind, sie könnten sich den Sozialstaat ihrer Träume a la carte aussuchen. Völkerwanderungen lösen aber nicht die Probleme dieser Welt!

• Weil die Europäische Union nicht funktionieren kann! Die historisch gewachsenen mentalen, kulturellen und wirtschaftlichen Unterschiede sind einfach zu gewaltig. Der Traum von der Solidargemeinschaft hat sich längst als Lebenslüge entpuppt und stiftet Unfrieden. Auch weil der größte europäische Staat (Russland) dabei ausgegrenzt wird.

Weil die Umwandlung eines souveränen deutschen Nationalstaates in eine linkspopulistische europäische Multi-Kulti-Provinz unsere Gesellschaft spaltet und im Chaos enden wird. Wer Deutschland abschaffen will, bereitet die Saat für einen aufkeimenden Rechtsextremismus.

Weil trotz offizieller Meinungs- und Pressefreiheit Grundsatzfragen nicht öffentlich erörtert und vom Mainstream abweichende Andersdenkende verfolgt und stigmatisiert werden. Wir erleben in Deutschland eine Tyrannei der scheinheiligen Gutmenschen, die viele heikle Themen einfach nicht zu Ende denken.

 

••• NEU:

Kapitalismus, Zollfreihandel, Globalisierung:
DAS KONTRABUCH
Wie funktioniert die grenzenlose Ausbeutung?
Und was müssten unbestechliche Politiker dagegen tun?

Mit mehr Verständnis für die weltwirtschaftlichen Zusammenhänge, einer Loslösung von den Irrlehren der Kapitallobby und der Wahnidee des globalen Dumpingwettbewerbs könnten die richtigen Schlussfolgerungen gezogen und notwendige Reformen eingeleitet werden. Dazu wären nicht einmal internationale Abkommen vonnöten. Jeder Staat könnte souverän handeln und sich somit aus der Zwangsjacke der einschnürenden Abhängigkeiten befreien. Daraus entstünde weltweit ein offener Wettbewerb über das beste Staats-, Demokratie- und Wirtschaftsmodell.
Manfred Julius Müller, 100 Seiten, Format 17x22 cm, 8,90 Euro

Weitere Infos zum Buch …


Manfred Julius Müller analysiert seit über 30 Jahren weltwirtschaftliche Abläufe. Er ist Autor verschiedener Bücher zu den Themenkomplexen Globalisierung, Kapitalismus und Politik. Manche Texte von Manfred J. Müller fanden auch Einzug in Schulbücher oder werden zur Lehrerausbildung herangezogen.
Die Texte & Bücher von Manfred J. Müller sind überparteilich & unabhängig! Sie werden nicht, wie es leider häufig der Fall ist, von staatlichen Institutionen, Global Playern, Konzernen, Verbänden, Parteien, Gewerkschaften, der EU- oder der Kapitallobby gesponsert! Auch nicht indirekt.