Die EU (die Europäische Union) ist alles andere als ein intakter Binnenmarkt.

 

Was ist ein intakter Binnenmarkt?

Einen fairen Wettbewerb mit Vollbeschäftigung und stetig steigenden Reallöhnen (und Renten) kann es meines Erachtens nur in einem intakten Binnenmarkt geben.

 

Was aber ist ein intakter Binnenmarkt?

Die EU-Befürworter bezeichnen immer wieder die Europäische Union als Binnenmarkt, wenngleich auch ohne den Zusatz "intakt".

Ich halte jedoch bereits die Verwendung des Wortes "Binnenmarkt" in Bezug auf die EU für unanständig und irreführend. Denn ein Wirtschaftsraum wie die EU mit derart ungleichen Wettbewerbsbedingungen kann schwerlich als "Binnenmarkt" bezeichnet werden.

Ein wirklicher Binnenmarkt benötigt gleiche Bedingungen, also ähnliche Lohnstandards, Steuersätze, Steuergesetze, Sozialhilfeniveaus, Umweltauflagen, Arbeitsschutzbedingungen usw.

Nur unter derart angeglichenen Bedingungen kann von einem fairen Wettbewerb die Rede sein, nur dort können Unternehmens- und Arbeitnehmerinteressen gerecht ausbalanciert werden, nur dort kann der Wohlstand sich mehren, Vollbeschäftigung entstehen, nur dort können Spekulationsblasen vermieden werden.

Ein echter Binnenmarkt ist also gleichzeitig auch ein intakter Binnenmarkt mit funktionsfähiger Marktwirtschaft.

 

Wie entsteht ein intakter Binnenmarkt?

Ganz einfach durch die Abwehr importierter unfairer Wettbewerbsvorteile - also der Ausschaltung des globalen Lohn-, Steuer-, Öko- und Währungs-Dumpingwettbewerbs. Um einen intakten Binnenmarkt zu erhalten bräuchte ein Staat also nur für angemessene Zollgrenzen sorgen.

 

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© Manfred Julius Müller (unabhängiger, parteiloser Wirtschaftsanalyst und Zukunftsforscher).

Manfred J. Müller analysiert seit 40 Jahren weltwirtschaftliche Abläufe. Er gilt als wegweisender Vordenker. So forderte er zum Beispiel schon vor 20 Jahren eine Art Lieferkettengesetz, das Hersteller und Händler verpflichtet, nur fair entlohnte und produzierte Waren nach Deutschland einzuführen (wurde endlich im Mai 2021 Gesetz). Außerdem empfahl er schon ewig eine Mindestgewinnsteuer für Großunternehmen auf im Inland angefallene Umsätze (Joe Bidens Vorschlag von einer globalen Mindestertragssteuer im Frühjahr 2021 zielt zwar endlich in die gleiche Richtung, ist aber viel zu lahm und wird sich international kaum umsetzen lassen). Seit drei Jahrzehnten kämpft Manfred J. Müller auch für seine Idee einer Lohnkostenreform (schrittweiser Abbau der Sozialversicherungsbeiträge bei einer Gegenfinanzierung über Mehrwertsteuern und Zölle).

 

Einmal nachgehakt:

Bilden verklärende Statistiken die Basis für fatale Irrlehren und Vorurteile?

Ich möchte das unbedingt bejahen! Mit geschickt manipulierten Statistiken und Zahlenspielen lässt sich nahezu alles "beweisen" und rechtfertigen. Hierzu nur einmal fünf Beispiele:

Alles wurde schlechter... Seit 1980 sinken in Deutschland die inflationsbereinigten Nettolöhne und Renten.

Die Tricks bei der Berechnung der Arbeitslosenzahlen

"Auch in diesem Jahr gibt's ein Wirtschaftswachstum von 2,8 %!"

Der "geniale" Trick: 2002 erfolgte die Einführung der hedonischen Inflationsberechnung …

"Die Zinsen sind so niedrig, weil zu viel gespart wird!"

 

Bereits diese vier hier aufgeführten Beispiele zeigen, wie manipulativ die politische Meinungsbildung sein kann. Mit verheerenden Folgen! Der schleichende Niedergang Deutschlands (und der westlichen Welt) ist kein Betriebsunfall, sondern das Ergebnis herangezüchteter radikaler Ideologien und Denkverbote. Als Beispiel nenne ich hier nur die Umwandlung der Marktwirtschaft in einen globalen Kasinokapitalismus, die Einseitigkeit der Menschenrechte, die offenbar nur die alten Industrienationen und reichen Sozialstaaten in die Pflicht nehmen und die Euro-Einheitswährung mit ihrer enteignenden Nullzinspolitik für einen völlig inhomogenen Wirtschaftsraum.

 

Gegen den künstlich erzeugten Meinungstrend - Streitschriften gegen gezielt gestreute Vorurteile und Irrlehren:
Die Bücher von Manfred Julius Müller …