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Eine Verdoppelung der Arbeitseinkommen in 25 Jahren - das ist doch absurd!
Viele kritische Leser wollen es nicht glauben - sie halten meine Behauptung, die Arbeitseinkommen in Deutschland hätten sich ohne künstliche Globalisierung (ohne Zollabbau) in etwa verdoppelt, für maßlos übertrieben und absurd. ich möchte deshalb dass Zustandekommen dieser Zahlen ein wenig erläutern.
Im 20. Jahrhundert hat sich der Lebensstandard der Deutschen verzehnfacht Die
Globalisierungsbefürworter selbst sind es, die in ihren
Rechtfertigungen immer wieder auf den enormen
Wohlstandsanstieg im letzten Jahrhundert verweisen.
Verglichen mit dem Arbeitnehmer im Jahre 1900 ging es dem
Arbeitnehmer im Jahr 2000 zehnmal besser (mit diesem
Eingeständnis versuchen sie den Erfolg der
Globalisierung zu untermauern).
Der Wohlstandsanstieg fand nur bis 1980 statt Wenn wir also im letzen Jahrhundert in Deutschland mindestens eine Verfünffachung des Wohlstands registrieren können, müssen wir berücksichtigen, dass seit 1980, also seit den gemeinhin anerkannten Anfängen der Globalisierung, kein weiterer Anstieg mehr zu verzeichnen ist. Die Verfünffachung des Wohlstands hat sich also in nur 80 Jahren, nämlich von 1900 bis 1979, vollzogen.
Die beiden Weltkriege haben die Wohlstandsmehrung um Jahrzehnte unterbrochen. Wenn wir also von einer Verfünffachung des Wohlstandes in 80 Jahren ausgehen, müssen natürlich auch noch die Folgen der beiden Weltkriege herausgerechnet werden. Selbst 10 Jahre nach Beginn des ersten und 15 Jahre nach Beginn des zweiten Weltkrieges war das bereits erreichte Vorkriegs-Wohlstandsniveau noch nicht wieder erreicht. Damit wird deutlich: Die Verfünffachung des Wohlstands hat sich nicht in 80, sondern in weniger als 55 Jahren vollzogen. Die Verdoppelung des Wohlstands in 25 Jahren Friedenszeiten darf also im schnelllebigen Industriezeitalter durchaus als Mindestgröße angesehen werden. Der technologische Fortschritt und das ständig wachsende Know-how führt nun einmal zu einer kontinuierlichen Verbesserung der Produktivität.
Die Computer-Technologie hätte noch einiges mehr bringen müssen! Nicht übersehen werden darf, dass seit 1980 eine bahnbrechende Erfindung die Produktivität überproportional hätte vorantreiben müssen: Die Rede ist von der Computer- und Mikroprozessor-Technologie. Diese phantastischen Entwicklungen sind gleichzusetzen mit dem Innovationsschub durch die Erfindungen der Dampfmaschine und der Elektrizität. Die Verfünffachung des Wohlstands in den 55 Jahren bis 1980 fand in einer Phase unspektakulärer Fortschritte statt - das Computerzeitalter seit 1980 hätte also eigentlich noch viel mehr als "nur" eine Verdoppelung des Wohlstandes bzw. der Arbeitseinkommen erwirtschaften müssen.
Bei doppeltem Wohlstand hätte der Westen statt 20 Billionen ein BIP von 40 Billionen Euro Im Jahre 2006 betrug das Bruttoinlandsprodukt in den alten westeuropäischen Industriestaaten, in Nordamerika und Japan insgesamt bummelig 20 Billionen Euro. Wären die Produktivitätsfortschritte nicht nur die so energisch und mutwillig betriebene Globalisierung (= Zollabbau) kontakariert worden, hätten wir in 2006 in den genannten Ländern mit einem gesamten BIP von 40 Billionen ausgehen können. Die Behauptung ist also nicht aus der Luft gegriffen, wenn man sagt, die Globalisierung habe im Westen letztlich ein 20 Billionen schweres Wachstum verhindert.
Der Wohlstandzuwachs in den Entwicklungsländern lässt sich nur schwer definieren In
vielen Ländern hat sich der Aufschwung nicht wegen,
sondern trotz der Globalisierung vollzogen. Man versucht es
jetzt immer gerne so hinzustellen, dass ohne Globalisierung
arme Länder nie und nimmer eine Wachstumschance
hätten. Dabei haben in der Vergangenheit genügend
Beispiele diese einseitige Annahme widerlegt.
20 - 4 = 16 Zieht man nun in der Gesamtbilanz von den 20 Billionen Verlusten der westlichen Welt den eher fragwürdigen 4-Billionen-Zuwachs der Entwicklungsländer ab, dann ergibt sich ein jährlicher Gesamtverlust der Weltwirtschaft von 16 Billionen Euro (also 16000 Milliarden). Damit wird deutlich, wie sehr die Globalisierung die Weltwirtschaft beeinträchtigt. Die Zahlen belegen, dass auch in der Wirtschaft die Gesetze der Logik immer noch Gültigkeit haben. Ein völlig ungleicher und unfairer Markt kann nicht richtig funktionieren - das globale Dumpingsystem nützt nur einigen wenigen Spekulanten und Großkapitalisten. Die Menschheit insgesamt aber wird um die Früchte ihrer Arbeit und ihres Erfindungsgeistes weitestgehend betrogen. Auch für die Entwicklungsländer zahlt sich das weltweite Dumpingsystem letztlich nicht aus - sie hätten vom Reichtum der westlichen Welt viel mehr profitiert als von dessen Siechtum. Hätten die alten Industrienationen nur ein Zehntel des entgangenen Wohlstandzugewinns in die Entwicklungshilfe gesteckt, würde es schon lange keine armen Länder mehr geben. Mit 2 Billionen jährlicher zusätzlicher Entwicklungshilfe wäre selbst die afrikanischen und asiatischen Staaten aus dem gröbsten längst heraus und würden aus eigener Kraft ordentlich gedeihen. Selbst in den politischen Krisenländern wie Irak und Afghanistan würde der Wohlstand einkehren und damit dem organisiertem Terrorismus der Nährboden entzogen. Home (Eingangsseite www.anti-globalisierung.de) © Manfred J. Müller, Flensburg
Die
Welt ist anders, als uns vorgegaukelt
wird! Wer
dieses merkwürdige Paradoxon und die
Globalisierung verstehen möchte, findet in
meinem Buch "DAS KAPITAL und die Globalisierung"
die entlarvenden Antworten. Ohne falsche
Rücksichtnahmen werden die schlimmsten
politischen Irrtümer und Fehler schonungslos
aufgedeckt und die überfälligen
Korrekturmaßnahmen eingefordert. DAS
KAPITAL
und die
Globalisierung Manfred Julius Müller analysiert seit 30 Jahren weltwirtschaftliche Zusammenhänge und veröffentlichte unzählige Aufsätze zu den verschiedensten Themen. Er entwickelte neue Wirtschaftstheorien, die weltweit neue Maßstäbe setzten und in manchen Ländern in wichtigen Bereichen die Gesetzgebung beeinflussten. Damit konnte zwar Schlimmeres verhindert werden, die grundsätzlichen Dinge aber laufen immer noch falsch. Inzwischen sind auch einige Bücher erschienen, u. a. "DAS KAPITAL und die Globalisierung" und "DAS KAPITAL und der Sozialstaat" |
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