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Tricks
und Täuschungen
Die
bewusste Irreführung der
Öffentlichkeit
von Manfred Julius Müller
Zu
hohe Zollbarrieren??
Im
ersten Moment klingt es recht einleuchtend: "Der Dritten
Welt kann nur durch weiteren Zollabbau geholfen werden"!
Hintergrund dieser Empfehlung ist die Behauptung, der Westen
behindere die Wareneinfuhr aus Entwicklungsländern
durch Zollbarrieren und Einfuhrbeschränkungen,
während er im Gegenzug die armen Länder mit
westlichen Produkten
überschwemmt.
Eine
derartige Argumentation ist an Hinterlist kaum zu
überbieten. Denn natürlich verhält es sich
ganz anders. Der allgemeine Zollabbau soll geadelt werden,
und deshalb bedient man sich solcher Schauermärchen.
Die Einfuhrzölle für Dritte-Welt-Produkte sind
extrem niedrig, daran scheitert es bestimmt nicht. Und
Einfuhrbeschränkungen gibt es nur in wenigen Bereichen,
meistens gerade im Interesse der Erzeugerländer (um den
ruinösen Dumpingwettbewerb bei Bananen, Kaffee usw. zu
entschärfen).
Auch
der zweite Vorwurf, die Industrieländer sind nur an den
dortigen Absatzmärkten interessiert, ist unhaltbar. Die
Kaufkraft in den Armutsländern ist so gering, dass
dort, wenn überhaupt, fast ausschließlich
asiatische Produktplagiate und subventionierte Medikamente
abgesetzt werden. Ein Ausbeutungsvorwurf in diese Richtung
ist geradezu lächerlich.
Sicher
muss den Entwicklungsländern geholfen werden!
Dafür gibt es eine Reihe nützlicher
Maßnahmen (wie im Buch "Anti-Globalisierung.
Zurück zur Vernunft!" ausführlich beschrieben).
Vor allem muss die Kaufkraft der dortigen Bevölkerung
erheblich gestärkt und somit ein eigener Binnenmarkt
geschaffen werden (der durch angemessene Zölle
geschützt wird). Eine Abhängigkeit vom Export
bedeutet auch für die Entwicklungsländer eine
Einbindung in das globale Dumpingsystem des
Großkapitals. Den Hunger in der Welt zu
instrumentalisieren und daraus ausgerechnet einen Beweis
für die Notwendigkeit des totalen Freihandels
abzuleiten, unterstreicht einmal mehr die Dreistigkeit der
neoliberalen
Heilsverkünder.
Nebenbei
bemerkt: Einige Entwicklungsländer haben längst
den Zoll als Wunderwaffe entdeckt und unterstützen den
Aufbau einer eigenen Industrie durch rigorose Abschottung.
In Vietnam z. B. haben viele ausländische Firmen nur
deshalb Produktionsstandorte errichtet, weil sie dort sonst
kaum Marktchancen hätten (durch die hohen Zölle
werden Importe einfach zu
teuer).
Noch
so ein Trick:
"Die
unheilvolle demographische
Entwicklung"
Sie
kennen die allgegenwärtige Argumentationskette, wie sie
von Politkern und Medien mehrmals täglich
heruntergeleiert wird: "Schuld an unserer Misere
(Massenarbeitslosigkeit, Staatsverschuldung, Lohnabbau) ist
die demographische Entwicklung. Die Geburtenrate in
Deutschland ist so niedrig, dass das Verhältnis
Erwerbstätige zu Rentner immer ungünstiger wird.
Also geht kein Weg daran vorbei: Die Renten müssen
gekürzt, die Arbeitszeit verlängert, der
Sozialstaat abgebaut werden."
Nein,
auch das stimmt nicht
- auch diese Argumentation ist nur ein Trick, eine Ablenkung
von den eigentlichen
Übeln.
Was
nicht erwähnt wird: Den Trend zu weniger Kindern gibt
es seit 100 Jahren. Schon in der ersten Hälfte des 20.
Jahrhunderts nahm in den Industrieländern die
Geburtenrate kontinuierlich ab -- ohne dass es zur
Verelendung kam. Ganz im Gegenteil entwickelte sich ein
rasanter Wohlstandsanstieg (wenn man einmal die
Kriegseinflüsse unberücksichtigt lässt). Auch
von 1950 bis 1980 sank die Geburtenrate, und trotzdem
brummte die Wirtschaft, stieg der Lebensstandard. Die
zunehmenden Kosten für die Sozialversicherungen
stellten überhaupt kein Problem
dar.
Diejenigen,
die uns heute die Unbezahlbarkeit der Sozialsysteme
vorgaukeln wollen, verschweigen einen ganz, ganz wichtigen
Aspekt: die
fortlaufende Zunahme der
Produktivität.
Dadurch, dass die Produktivität sich im letzten
Jahrhundert nahezu verzehnfacht hat und sich weiter
verbessert, ist auch die demographische Entwicklung nur ein
untergeordnetes Problem. Warum soll es in fünfzig
Jahren nicht möglich sein, dass ein Erwerbstätiger
einen Rentner miternährt, wenn sich die
Produktivität weiterhin durch neue Techniken und eine
fortschreitende Automatisierung vervielfacht?
Eine Bemerkung am Rande: Der Anstieg der Lebenserwartung ist
nicht so dramatisch, wie Statistiken uns glauben lassen. Es
ist vor allem die starke Abnahme der Säuglings- und
Kindersterblichkeit, die die durchschnittliche
Lebenserwartung in die Höhe schnellen ließ. Ohne
diesen Effekt sprechen die Zahlen eine ganz andere Sprache:
Im Jahre 1900 hatte ein 60jähriger Mann noch eine
statistische Lebenserwartung von 13,1 Jahren, im Jahre 2000
betrug dieser Durchschnittswert gerade einmal 19,2
Jahre.
Verheimlicht wird auch dies: Im Jahre 1900 musste ein
Erwerbstätiger mehr Kinder und Rentner ernähren
als heute. Die Beschäftigungsquote war vor hundert
Jahren also ungünstiger. Wie abgefeimt muss man sein,
ständig nur die Rentner als "Kostenfaktor" anzuprangern
und die Kinder bei dieser engstirnigen Betrachtungsweise
einfach zu unterschlagen?
Und
noch so ein Trick:
"Reife
Volkswirtschaften können kaum noch
wachsen"
Auch
hierbei wird wieder einmal mit einer Halbwahrheit Politik
gemacht bzw. der Wähler getäuscht. "Eine reife
Volkswirtschaft wie die unsrige könne große
Wachstumsraten gar nicht mehr hervorbringen", so die
Behauptung.
Sicher,
Anstiege wie sie einige asiatische Tigerstaaten in ihren
besten Zeiten vorzuweisen hatten, sind auf Dauer nicht
möglich. Aber ein durchschnittliches dreiprozentiges
Wirtschaftswachstum sollte auch für Deutschland keine
Hürde sein (die revolutionäre Computertechnik
hätte in den letzten beiden Jahrzehnten weit mehr
bringen müssen).
Dass
die positiven Auswirkungen weitgehend verpufft sind
(für die Erwerbstätigen hat sich die Lage sogar
verschlechtert) ist einfach unglaublich! Diese krasse
Fehlentwicklung auch noch zu bemänteln mit
verharmlosenden Äußerungen, ist
skandalös.
Manche
Ökonomen argumentieren besonders dreist, indem sie
behaupten, unser Wirtschaftswunder nach dem zweiten
Weltkrieg war kein Kunststück, schließlich musste
alles neu aufgebaut werden. Wer
Krieg und Zerstörung als Grundlage für ein
ansehnliches Wirtschaftswachstum ansieht, sollte seine
perversen Ansichten lieber für sich
behalten.
Nebenbei bemerkt: diese Logik ist auch noch inkonsequent.
Wäre etwas Wahres an dieser Aufbautheorie, hätte
es in den neuen Bundesländern seit 1990 einen
beispiellosen selbsttragenden
Aufschwung geben müssen.
Die
wahren Ursachen für die Misere werden auch bei diesem
Scheinargument vernebelt: Eine Volkswirtschaft ohne einen
intakten Binnenmarkt kann nicht existieren. Dumpingimporte
wirken wie ein Krebsgeschwür, sie zerstören
langfristig selbst die fortschrittlichste Industrienation.
Welche Möglichkeiten es gibt, auch ohne große
protektionistische Maßnahmen die Dinge wieder ins Lot
zu bringen, beschreibt das Buch "Anti-Globalisierung.
Zurück zur Vernunft!".
Man
könnte die Liste der irreführender
Argumentationstaktiken endlos fortsetzen. Immer wieder
werden mit Verdrehungen und Halbwahrheiten die
tatsächlichen Verhältnisse vertuscht, um die
eigene (neoliberale) Position durchzusetzen. Häufig
sind die Falschargumente miteinander verknüpft und
stützen sich gegenseitig, so dass sie nur schwer zu
entlarven sind.
Nachsatz:
Niemand
hat behauptet, dass...
Kennen Sie den: "Niemand hat behauptet, dass ....". Mit
dieser lächerlichen Taktik weisen die einstigen
Einheizer der Globalisierung und EU jegliche Verantwortung
weit von sich. Jetzt will es keiner gewesen sein, nie wurde
behauptet, dass die Globalisierung, die EU oder der Euro uns
mehr Wohlstand bringen würde. Dabei haben wir noch alle
diese Parolen im Ohr, die uns stündlich via Presse,
Funk und Fernsehen eingetrichtert wurden. Man hatte nicht
einmal Skrupel, mit Untergangsszenarien die letzten Zweifler
einzuschüchtern. Parolen wie "ohne EU würde es
wieder Kriege geben" oder "ohne Globalisierung verliert die
deutsche Wirtschaft ihre Wettbewerbsfähigkeit"
dröhnten täglich aus den Lautsprechern.
Umfangreiche Abhandlungen und Bücher wurden mit diesen
Bekehrungen vollgestopft und als Grundlage jeglicher
ökonomischen Vernunft gepriesen.
Und nun stellen sich diese Meister kollektiver
Gehirnwäsche hin und erklären "niemand hätte
behauptet, dass...". Unverschämtheit kennt halt keine
Grenzen.
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Manfred J. Müller, Flensburg
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Treibt
uns die Globalisierung in den
Ruin?
Was
geschieht wirklich durch die Globalisierung. Was wird aus
unseren Arbeitsplätzen. Werden wir auf Dauer den
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wird Deutschland untergehen?
Hartz
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Müssen
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das alles überhaupt noch finanzierbar? Oder geht es
Hartz-IV-Familien teilweise schon besser als
Normalverdienern?
Sind
wir noch immer die
Herrenrasse?
Fühlen
wir uns noch immer anderen Völkern haushoch
überlegen? Glauben wir ernsthaft, uns als Ideenschmiede
der Welt aufspielen zu können (wir entwickeln die
Produkte, die dann in den Schwellenländern zu
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Abschaffung
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Ist
die Abschaffung oder der Zusammenbruch des Euro noch zu
verhindern?
Streit
um die Definition des Phänomens Globalisierung!
Schon
bei der Wortbestimmung wird getrickst.
"Aber
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Ist
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lassen wir uns durch falsche Zahlen beeindrucken, die uns
den Nutzen der Globalisierung vorgaukeln sollen?
Das
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In der
Krise zeigt die Europäische Zentralbank ihr wahres
Gesicht
Wie
verhält es sich mit den Vor- und Nachteilen der
Globalisierung?
Die Globalisierung ist eine künstlicher Prozess,
ausgelöst durch den Abbau der Zölle. Welche vor-
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globalen Dumpingsystem?
Die
Ursachen der
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Die
Ursachen der Globalisierung werden immer noch gerne
tabuisiert oder völlig falsch dargestellt, um die
Bevölkerung zu beschwichtigen.
Das
Ende der
Globalisierung?
Welche
Rückschlüsse müssen aus der
gegenwärtigen Krise gezogen werden?
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Gegenbewegung kommen.
Lässt
sich die Globalisierung
abschalten?
Ist
die Globalisierung ein natürlicher, unumkehrbarer
Prozess? Oder handelt es sich dabei nur um einen
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Warum
sperrt sich die Politik so strikt gegen die Abkoppelung vom
globalen Dumpingsystem?
Was
sind die Beweggründe der Politik, so stur am globalen
Dumpingslohnsystem festzuhalten?
"Aber
das stimmt doch gar nicht, die Löhne sind doch
gestiegen!"
Manche
Vorurteile sind einfach unausrottbar. Immer noch glaubt ein
Großteil der westlichen Welt, dass die Globalisierung
unseren Wohlstand sichert, obwohl es bereits seit 30 Jahren
bergab geht.
Was
versteht man unter
Neoliberalismus?
Lassen
sich mit neoliberalen Maßnahmen die bösen Folgen
der Globalisierung abmildern?
Was
versteht man unter
Globalisierung?
Mit
Fehlinterpretationen versucht die Kapitallobby, die
Globalisierung salonfähig zu machen. Was steckt aber
wirklich hinter der Globalisierung?
Das
Wesentliche erkennen!
Die
tägliche Daten- und Nachrichtenflut vernebelt den Blick
fürs Wesentliche. Was ist für Deutschlands Zukunft
wirklich von Bedeutung?
Wider
dem unredlichen Geist!
Wie
mit allen Tricks immer wieder versucht wird, das globale
Lohndumpingsystem zu bewahren.
Das
Produktivitätswachstum in Deutschland seit
1980
Trotz
Produktivitätswachstum sinken in Deutschland seit 1980
die Reallöhne.
Brauchen
wir einen Mindestlohn?
Bringt
der Mindestlohn die Lösung? Oder steht hinter dem
sozial klingenden Schmeichelkurs doch nur das
Großkapital, das seine Pfründe (das globale
Dumpingsystem) erhalten will?
Referat
zum Thema Globalisierung
Was
muss ich bei einem Referat zum Thema Globalisierung
beachten?
Brauchen
wir eine transatlantische
Freihandelszone?
Immerhin
beginnen prominenten Wirtschaftsfachleute einzugestehen,
dass der globale Dumpingwettbewerb (der Verzicht auf
Importzölle) für die alten Industrieländer
auf Dauer nicht zu gewinnen ist. Man sucht krampfhaft nach
Auswegen...
"Die
Mehrwertsteuer ist
unsozial"
Der
Mythos von der unsozialen Mehrwertsteuer wird immer noch
gepflegt. Was steckt dahinter?
Deutschland
und die Globalisierung
Wie
verändert die Globalisierung Deutschland? Was wird aus
diesem Land, wenn weiter stur am globalen Dumpingwettbewerb
(am Zollabbau) festgehalten wird.
Die
gekaufte Meinung am Beispiel der Propaganda für die
EU-Osterweiterung
Wie
mit Steuergeldern die Bevölkerung beeinflusst
wird.
Ricardos
Irrtum
Die
Globalisierungslobby beruft sich immer noch auf die
Irrlehren prominenter Ökonomen vergangener
Epochen.
"Die
EU beschert uns Frieden und
Wohlstand"
Brauchen
wir wirklich die EU? Kann es ohne EU keinen Frieden und
keinen Wohlstand in Europa geben?
Die
Senkung und Abschaffung der
Lohnnebenkosten
In
einem globalen Dumpingwettbewerb wäre die strikte
Absenkung der Lohnnebenkosten die zwingendste
Maßnahme.
"Ohne
Globalisierung wäre der Klimawandel nicht zu
bewältigen!"
Die
Propagandisten der Globalisierung kennen keine Skrupel.
Jetzt verkaufen sie den internationalen Warentourismus sogar
noch als umweltschonend.
Weitere
interessante Seiten finden Sie auf, www.das-kapital.eu,
www.kapitalismus-online.de,
www.weltwirtschaft-globalisierung.de,
www.parlamentswahlen.de
Manfred
Julius Müller
analysiert seit 30 Jahren weltwirtschaftliche
Zusammenhänge und veröffentlichte unzählige
Aufsätze zu den verschiedensten Themen. Er entwickelte
neue Wirtschaftstheorien, die weltweit neue
Maßstäbe setzten und in manchen Ländern in
wichtigen Bereichen bereits die Gesetzgebung beeinflussten.
Inzwischen sind auch einige Bücher erschienen, u. a.
"Das
Kapital und die
Globalisierung".
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