Fluch
und Segen der Globalisierung ... Dem
Abbau der Zölle verdankt die Menschheit die
Globalisierung, also den gnadenlosen globalen Steuer- und
Lohndumpingwettbewerb. Dieser künstlich
geschaffene
"Turbo"-Kapitalismus
beendet
leider auch das bewährte marktwirtschaftliche
System.
Denn eine faire, dem Volkswohl dienende Marktwirtschaft
verträgt nun einmal keine krassen Lohnunterschiede
zwischen einem Euro in Ostasien und 30 Euro in Deutschland
bzw. Ertragssteuersätze zwischen 0 und 40
Prozent. Die
Globalisierung (der Zollabbau) führt auch Deutschland
langfristig in den Ruin: In
Deutschland mit seinen auf Konsens eingestellten
Gewerkschaften, die seit 1980 einen steten Reallohnverlust
akzeptieren, konnten bisher die Paradedisziplinen Automobil-
und Maschinenbau sowie die Chemie- und Pharmaindustrie
teilweise überleben, wenngleich es auch in diesen
Segmenten zur ständigen Auslagerung von
Produktionsteilen kommt (45 % dessen, was Deutschland stolz
exportiert, wird vorher importiert). Häufig wird in
Deutschland nur noch zusammengeschraubt, was von
ausländischen Herstellern angeliefert wurde. In
vielen anderen westlichen Staaten konnte der Niedergang der
Industrien noch weniger aufgehalten werden. Die USA und
Großbritannien zum Beispiel importieren heute fast
alle industriell hergestellten Güter. Ob Textilien,
Schuhe, Computer, Kameras, Haushaltsgeräte oder
Büromaschinen - alles muss eingeführt werden aus
den bekannten Billiglohnländern. Lediglich Lebensmittel
und Häuser werden noch weitgehend im eigenen Land
gefertigt (Gebäude lassen sich halt schlecht
transportieren und die Nahrungsmittelproduktion wird
subventioniert). Eine
aufgeblähte Finanz-/Spekulationswirtschaft füllt
die Lücke ... Ohne
Globalisierung (Zollabbau) hätten die meisten Fabriken
in den angelsächsischen Ländern überlebt und
der Staat keine Veranlassung gehabt, verlorenes Terrain
über eine spekulative Finanzindustrie
auszugleichen. Die
Globalisierung schuf also zwei vorher nicht vorhandene
Geschäftsmodelle: 1.
Die Produktion von Markenartikeln in
Billiglohnländern,
wobei
die Produkte dadurch aber kaum billiger
wurden
(sondern
lediglich die Konzerngewinne stiegen). 2.
Die zügellose Freiheit für Spekulanten! Nun
ließe sich der spekulative Handel durch
Wiedereinführung alter Finanz-Grundregeln schnell
beenden - aber dann müssten die USA und
Großbritannien schlimme wirtschaftliche Einbußen
fürchten. Sie haben nun einmal kaum noch eigene
Industrien, sind also ganz auf ihren aufgeblähten
Finanz- und Dienstleistungssektor angewiesen. Mit dem
weitgehenden Abbau der Zölle haben diese Staaten ihre
Seele (und Handlungsfähigkeit) den Spekulanten
verkauft. "Dennoch
ist die Globalisierung ein Segen für die
Menschheit!" Trotz
aller miterlebten Verschlechterungen und aktuellen Krisen
vertraut (wenn man einer Umfrage vom Mai 2009 glauben
schenken darf) über 70 % der deutschen Bevölkerung
den positiven Kräften der Globalisierung. Selbst die
ständigen Hiobsbotschaften in den Medien bezüglich
der globalen Finanzmärkte lassen die Bundesbürger
weitgehend kalt. Es scheint gar so, dass das ständige
Krisengerede eine Abwehrhaltung und eine Abstumpfung
ausgelöst haben - die meisten Menschen nehmen die
negativen Schlagzeilen gar nicht mehr wahr. Durch
die weitgehende Ausblendung alles Negativen erscheinen die
Scheinerfolge der Globalisierung im strahlenden Licht. Hat
nicht die Globalisierung vielen Entwicklungsländern
einen sagenhaften Aufstieg beschert? Haben nicht die
weltweiten Abhängigkeiten den Frieden gestärkt und
der Demokratie vielerorts zum Durchbruch verholfen? Beim
Stichwort Globalisierung denken viele Zeitgenossen auch an
das unbeschwerte Reisen in fremde Länder und Erdteile
und an die gebotene Informationsvielfalt der
Medien. Wer
dieser optimistischen Gutgläubigen merkt schon, dass er
sich bei diesen Wohlgedanken von einer perfekt organisierten
Globalisierungslobby hat einfangen lassen? Wer merkt, dass
die meisten Erfolgsmeldungen mit der Globalisierung wenig
bis nichts zu schaffen haben und allein dem technischen
Fortschritt geschuldet sind? Wer denkt darüber nach,
dass es bereits vor der Globalisierung einen allgemeinen
Wohlstandsanstieg, eine weltweit voranschreitende
Industrialisierung und Demokratisierung gab? Selbst die
Grundlagen des heutigen Informationszeitalters wurden lange
vor der Globalisierung geschaffen. Wann
wacht der mündige Bürger auf? Angemessene
Zölle würden das globale Dumpingsystem beenden,
für Vollbeschäftigung
und
steigende
Reallöhne
sorgen. Aber
Otto Normalbürger versteht diese Zusammenhänge
leider nicht (weil sie ihm von der Politik und den Medien
auch wohlweislich nicht erklärt werden), er ereifert
sich über die bösen Banken, die Spekulanten,
Firmenschließungen usw., ohne die wahren Schuldigen
überhaupt zu erkennen. Schade,
dass es so wenig etablierte Parteien gibt, die für eine
Anhebung der Importzölle zum Schutz der eigenen
Volkswirtschaft eintreten. Würden die Parteien
mitbekommen, dass ihre potentiellen Wähler zunehmend
die Zollenthaltsamkeit als Wurzel allen Übels erkennen,
würden sie sich entsprechend umstellen. Solange
sich in dieser Beziehung aber kein nennenswerter Druck
aufbaut, wird den Lobbyisten des Großkapitals
vertraut, die nun einmal am Zollabbau,
dem
Kapitalistischen
Ermächtigungsgesetz,
klotzig verdienen. Aber,
aber, aber ... Um
den Spekulations-Kapitalismus zu beenden,
müsste die riskante Liberalisierung der
Finanzmärkte rückgängig gemacht und
eine Finanztransaktionssteuer eingeführt
werden. Dies
geht aber nicht, weil die beiden wichtigsten
Finanzplätze, New York und London, nicht
mitspielen. Wegen des Zollabbaus verfügen die
USA und Großbritannien kaum noch über
bedeutende Industrien - sie haben sich deshalb ganz
der Finanzwirtschaft verschrieben. Eine
De-Liberalisierung würde die aufgeblähten
Finanzmärkte auf ein normales Maß
schrumpfen lassen. Vor allem die USA fürchten
die Folgen (arbeitslose Banker, womöglich eine
neue Rezession, auf jeden Fall ein weiterer
Bedeutungsverlust der einstigen
Supermacht). ©
Manfred J. Müller, Flensburg Ab
sofort im Internet-Buchhandel lieferbar: Die
Welt ist anders, als uns vorgegaukelt
wird! Wer
dieses merkwürdige Paradoxon und die
Globalisierung verstehen möchte, findet in
meinem Buch "DAS KAPITAL und die Globalisierung"
die entlarvenden Antworten. Ohne falsche
Rücksichtnahmen werden die schlimmsten
politischen Irrtümer und Fehler schonungslos
aufgedeckt und die überfälligen
Korrekturmaßnahmen eingefordert. DAS
KAPITAL
und die
Globalisierung Was
macht es für einen Sinn, den wirklich
relevanten Fragen immer wieder auszuweichen und nur
auf politische Korrektheit (was immer das auch sein
mag) zu achten? Manfred
Julius Müller
analysiert
seit 30 Jahren weltwirtschaftliche Zusammenhänge und
veröffentlicht brisante Aufsätze zu den heikelsten
Themen. Er entwickelte neue Wirtschaftstheorien, die
weltweit neue Maßstäbe setzten und in manchen
Ländern in wichtigen Bereichen die Gesetzgebung
beeinflussten. Seine Websites erreichen im Jahr etwa eine
Million Besucher. Inzwischen sind auch einige Bücher
erschienen, u. a. die
Trilogie
"DAS KAPITAL".

Alle
Industrien sterben aus ...
Als
direkte Folge des Zollabbaus sterben also langfristig
die Industrien in den alten Hochlohnländern aus (nahezu
ausnahmslos). Dieser Exodus vollzieht sich in den einzelnen
Staaten unterschiedlich schnell und ist von einigen Faktoren
abhängig.
Als
Ausgleich für den akzeptierten Niedergang der
wichtigsten Industrien haben die Regierungen in den USA und
Großbritannien in der Vergangenheit die
Finanzwirtschaft gepuscht. Sie demontierten wichtige
Regulierengen und öffneten durch ihre unkritische
Liberalisierungspolitik den Spekulanten Tür und Tor.
Von 1980 bis 2008 steigerte die Finanzindustrie in den USA
ihren Anteil an der Gesamtheit aller Unternehmensgewinne von
13 auf 40 Prozent!
Selbst
bei Grundnahrungsmitteln haben die Spekulanten inzwischen
das Sagen (97 % der an den Nahrungsmittelbörsen
gehandelten Kontrakte sind rein fiktiv, führen also
nicht zur echten Warenlieferung).
Die Folge: Nahrungsmittel werden immer teurer, der weltweite
Hunger nimmt zu. Die Erzeuger (die Landwirte) gehen bei
diesem Deal weitgehend leer aus (dafür streichen manche
Schattenbanken und Fonds mit dieser
überflüssigen und unmoralischen Spekulation
inzwischen jährlich Milliardengewinne ein).
An
den mündigen Bürger geht die Frage, ob er sich von
der Globalisierungslobby weiter vereinnahmen lassen
will.
Häufig wird auch in unserem Lande gegen vermeintliches
Unrecht und Willkür demonstriert (Lohnabbau,
Mindestlohn, Betriebsschließungen). Niemand geht aber
auf die Straße, um gegen die eigentliche Ursache allen
Übels - den Zollabbau - zu
kämpfen.
Es sind unsere Politiker, es sind die Journalisten, die uns
(zum Teil aus eigener Unwissenheit oder Arglosigkeit) die
heile Welt der internationalen Arbeitsteilung
vorgaukeln.
Lesen
Sie einen der aufschlussreichsten Teile der
Auseinandersetzung:
"Herr
Müller, Sie sehen das viel zu einseitig,
... uns geht es doch allen gut,
... Deutschland lebt doch vom Export,
... wir profitieren von günstigen Importwaren
... die Lohnsenkungen haben ganz andere Ursachen
... usw." Näheres...

Die
Solarindustrie war die große Hoffnung
für zukünftige Arbeitsplätze in
Deutschland. Aber inzwischen können deutsche
Fabriken mit der chinesischen Konkurrenz nicht mehr
mithalten. Von den hohen staatlichen Subventionen
profitieren immer mehr ausländische
Hersteller.

Auch
Windkraftanlagen können im Ausland wesentlich
billiger hergestellt werden. Auch dieser Traum von
vielen neuen Arbeitsplätzen platzt.

Die
deutsche Kameraindustrie war einst führend in
der Welt. Heute ist eine Produktion in Deutschland
(wegen fehlender Zölle) viel zu
teuer.

Auch
unsere Bekleidung und Textilien beziehen wir
inzwischen weitgehend aus Fernost, wobei die
niedrigen Fertigungskosten an die Kunden kaum
weitergegeben werden.
Das Erfolgskonzept: Im Ausland zu Hungerlöhnen
produzieren und im Hochlohnland zum Zehnfachen des
Gestehungspreises verhökern.

Schuhe
made in Germany? Auch das ist heute die große
Ausnahme.

Erfinden
können die Deutschen alles - auch Computer.
Bloß wenn es um die Produktion geht, sind wir
Deutschen kaum noch gefragt. Schuld ist der
Zollabbau (EU und Globalisierung), von dem wir
angeblich alle stark "profitieren". Mehr dazu im
Buch "DAS KAPITAL und die
Globalisierung).

Die
Menschheit wird systematisch verdummt!
Globalisierung und EU funktionieren nicht so, wie
man uns einzureden versucht. Deshalb erleben wir
seit über 30 Jahren einen beispiellosen
Reallohnabstieg trotz stetig steigender
Produktivität.
Nur Einsicht und Offenheit kann Deutschland (und
die westliche Welt) noch vor dem Untergang
retten!
Plädoyer
für die Entmachtung des Kapitals und die
Rückbesinnung zur
Marktwirtschaft.
Autor Manfred J. Müller, 172 Seiten,
Taschenbuch-Großformat 17x22
cm,
13,50 Euro