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"Die EU beschert uns Frieden und Wohlstand"
Es ist schier unglaublich, was uns selbst nach einer seit 25 Jahren andauernden Phase des sinkenden Wohlstands immer noch aufgetischt wird. Selbst höchste politische Würdenträger schämen sich nicht, weiterhin die Bevölkerung mit schönfärberischer Propaganda zu verdummen. Nach wie vor behaupten sie steif und fest, die Globalisierung und die EU bringen uns Frieden und Wohlstand. Dabei müssten auch sie längst erkannt haben, dass irgendwas nicht stimmen kann, wenn trotz des stetigen technischen Fortschritts und trotz der sich täglich verbessernden Produktivität die Reallöhne sinken. In der technisierten Welt ermöglicht die ständige Wissensmehrung in einem Vierteljahrhundert in etwa eine Verdoppelung des Wohlstandes - diesen eigentlich zwingenden Ablauf hat die EU und die Globalisierung vereitelt. Es gelingt nicht einmal mehr, den Wohlstand auf dem Stand von 1980 zu halten. Anstatt der Bevölkerung unbeirrt einreden zu wollen, die EU bringe uns einen höheren Wohlstand, sollten die Verantwortlichen lieber die Ursachen des unübersehbaren Niedergangs erörtern. Dafür sind Politiker doch eigentlich da, dafür werden sie bezahlt! Politiker sollen Schaden vom Volk abwenden - sie wurden nicht ins hohe Amt gewählt, um von erkennbaren Fehlentwicklungen abzulenken, um Unwahrheiten zu verbreiten oder mit unbeweisbaren Erfolgsmeldungen eine Institution wie die EU zu rechtfertigen oder schönzureden.
Der Binnenmarkt zwingt zur Angleichung der Lebensverhältnisse! Warum sagt man nicht offen, was doch offensichtlich ist: Ein gemeinsamer Binnenmarkt ohne Zollgrenzen führt mittel- und langfristig stets zu einer Angleichung unterschiedlicher Lebensverhältnisse! Im
Klartext heißt das: Bei einem Fortbestehen der EU wird
in einigen Jahrzehnten der Rumäne, Pole oder Bulgare
das gleiche verdienen wie der Deutsche. Das
Wohlstandsniveau der EU-Staaten wird sich vielmehr
gegenseitig annähern - die westlichen
Länder werden also mit weiteren Lohneinbußen
rechnen müssen, während die Arbeitseinkommen in
den östlichen Länder allmählich ansteigen.
Irgendwann wird man sich in der Mitte treffen. Daran ändern auch die vielen unsinnigen Ausflüchte nichts (Exportweltmeister usw.). Exporterfolge bringen noch längst keine Wohlstandsmehrung, wie uns ebenfalls die letzten 25 Jahre gelehrt haben (außerdem ist das Argument auch aus anderer Sicht trügerisch, denn schon vor der EU waren wir vermeintlicher Exportweltmeister).
Den osteuropäischen Ländern könnte auf andere Weise besser und effektiver geholfen werden! Natürlich haben die osteuropäischen Länder ein Anrecht auf einen hohen Lebensstandard und selbstverständlich sollte es unser aller Ziel sein, dass diesen Ländern schnell und wirkungsvoll geholfen wird. Ich bin aber der Meinung, dass man ohne das Subventions- und Paragrafenmonstrum namens EU viel schneller zum Ziel käme. Wäre ein Land wie Deutschland wieder frei in seinen Entscheidungen, also ein echter souveräner Staat mit eigener Währung und ohne Vormundschaft der EU, mit echten Zollgrenzen wie vor 30 Jahren, würde die deutsche Volkswirtschaft sehr schnell gesunden. Dann
wären gleichzeitig auch die schädlichen
Einflüsse der Globalisierung sehr schnell
überwindbar bzw. ausgelöscht. Die Wirtschaft in
Deutschland würde in einem überschaubaren,
intakten Binnenmarkt (ohne den unfairen importierten
Wettbewerbsdruck) wieder aufblühen. Aber auch die EU-Billiglohnländer leiden letztlich unter der Brüsseler Regulierungswut und seiner Subventionspolitik, die einer heilsamen Marktwirtschaft zuwiderläuft. Auch sie könnten sich besser entwickeln, wenn sie dem globalen Dumpingwettbewerb nicht länger ausgeliefert wären. Das europäische Heil liegt bestimmt nicht darin, Produktionsanlagen aus den Hochlohnländern abzuziehen, um Europa dann via Lohndumping mit preiswerten Importen zu überschwemmen - die Zukunft aller größeren europäischen Staaten liegt in einer weitgehenden Eigenversorgung auf höchstem Niveau. Ohne EU könnte also durchaus ein Angleichungsprozess der Lebensverhältnisse in Europa stattfinden. Der Aufstieg des Ostens muss beileibe nicht mit dem Abstieg des Westens erkauft werden.
"Die EU bringt uns den Frieden!" Noch dreister als das unaufrichtige Wohlstandsversprechen ist meines Erachtens die heuchlerische Friedenspropaganda. Nach
den Schrecken des 2. Weltkrieges ist auf unserem Erdteil
auch ohne EU die Kriegsgefahr gleich Null! Die
Suggestion, dass der Frieden gefährdet sei, wenn es die
EU nicht gäbe, ist völlig haltlos und durch nichts
begründet. Wenn überhaupt, müsste doch
ehrlicherweise genau umgekehrt argumentiert werden: Die EU
macht Europa zur Pseudo-Großmacht, die
"friedenssichernde" Truppeneinsätze geradezu
heraufbeschwört. Und was wäre wohl, wenn die EU tatsächlich zu einem echten Bundesstaat verschmelzen würde, so wie es sich viele EU-Politiker klammheimlich wünschen? Die Gefahr bestünde doch, dass eine derartige Supermacht in ähnlich viele Kriege verwickelt würde wie die USA in den letzten 60 Jahren. Wollen wir das? Bringt das wirklich "mehr" Frieden?
Warum keinen Volksentscheid? Warum
fürchtet man, wenn doch die Vorteile der EU so
eindeutig und überzeugend sind, einen Volksentscheid
über grundsätzliche europäische
Angelegenheiten?
Weiß man schon, was man überhaupt will? Es
scheint so, als wüssten die Drahtzieher der
Europäischen Einigung auch heute noch nicht, wohin die
Reise bzw. die Großmachtgelüste
gehen sollen.
Text von Manfred Julius Müller. Flensburg, den 2.1.2007
Weiterführende
Artikel: Abschaffung
des Euro - Wiedereinführung der
DM
Warum
werden die wichtigsten Hintergründe unseres steten
Niedergangs konsequent tabuisiert?
Wenn Sie
sich ausführlich und wertneutral über die
Zusammenhänge in der Weltwirtschaft informieren
möchten, wenn Sie wissen möchten, wie denn nun
tatsächlich Deutschland das Blatt wieder wenden kann
ohne sich weltweit unbeliebt zu machen, dann lesen bitte Sie
das Buch "Das
neue Wirtschaftswunder. Die Entmachtung des globalen
Dumpingsystems".
Home (Eingangsseite www.eu-gegner.de)
Home (Eingangsseite www.anti-globalisierung.de)
© Manfred J. Müller, Flensburg
Treibt
uns die Globalisierung in den
Ruin? Sind
wir noch immer die
Herrenrasse? Streit
um die Definition des Phänomens Globalisierung! "Aber
wir sind doch
Exportweltmeister" Die
bewusste Irreführung der
Öffentlichkeit Wie
verhält es sich mit den Vor- und Nachteilen der
Globalisierung? Die
Ursachen der
Globalisierung Das
Ende der
Globalisierung? Lässt
sich die Globalisierung
abschalten? Warum
sperrt sich die Politik so strikt gegen die Abkoppelung vom
globalen Dumpingsystem? Was
ist Volksverhetzung? "Aber
das stimmt doch gar nicht, die Löhne sind doch
gestiegen!" Stimmen
Sie ab, wie urteilen Sie über die
Globalisierung... Opel
und die Versteigerung von Arbeitsplätzen Soll
der Staat Glühbirnen
verbieten? Was
versteht man unter
Neoliberalismus? Was
versteht man unter
Globalisierung? Ist
der Sozialstaat am
Ende? Das
Wesentliche erkennen! Wider
dem unredlichen Geist! Brauchen
wir einen Mindestlohn? Rufmord
- oder doch nur eine freie
Meinungsäußerung? Brauchen
wir eine transatlantische
Freihandelszone? "Die
Mehrwertsteuer ist
unsozial" Deutschland
und die Globalisierung Die
Meinungshüter von
Wikipedia Die
gekaufte Meinung am Beispiel der Propaganda für die
EU-Osterweiterung Ricardos
Irrtum Wie
utopisch ist das bedingungslose
Grundeinkommen? Wachsender
Unmut "Die
EU beschert uns Frieden und
Wohlstand" Die
Senkung und Abschaffung der
Lohnnebenkosten "Ohne
Globalisierung wäre der Klimawandel nicht zu
bewältigen!" Der
ruinöse Milchpreis...
Kein
Erbarmen mit den
Landwirten?
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